| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Die Story
Der Legende zufolge wurde auf der Erde vor etwa 2000 Jahren ein wilder Teufelsprinz im dunkelsten Loch der Unterwelt geboren, in einer klaren, eiskalten Schneenacht. Innerhalb kürzester Zeit war er im Vollbesitz seiner Kräfte und übernahm den Teufelsthron.
In seiner Funktion als Herrscher über alle Teufel bestand seine erste Amtshandlung darin, sich selbst zum Kaiser des Teufelsreiches zu erklären. Danach startete er seine Invasion der Menschenwelt. Er wollte die Menschenwelt erobern, um die Herrschaft über das untere und das obere Reich zu übernehmen. Doch ein mächtiger Teufelsritter mit dem Namen Sparda hatte Mitleid mit den Menschen, die er wegen ihres kurzen und vergänglichen Lebens bedauerte. Er führte eine Rebellenarmee zum Sieg über alle Armeen des teuflischen Herrschers, nahm den Kaiser gefangen und steckte ihn in eine versiegelte Gruft.
Nach seinem Sieg verließ Sparda das Teufelsreich, um in der Menschenwelt zu leben. Dort heiratete er eine Menschenfrau, die ihm einen Sohn gebar, der halb Teufel, halb Mensch war. Doch aufgepaßt, Menschheit. Nach 2000 Jahren wird der verfluchte Kaiser der Teufel freigelassen und einen erneuten Angriff auf die Menschenwelt ausüben. Spards Sohn muß uns beschützen !
Das Game:
Genau an dieser Stelle beginnt die Aufgabe des Spielers, der die Rolle von Spardas Sohn Dante übernimmt. Dante ist übrigens als Privatdetektiv tätig, übernimmt jedoch nur sehr ausgefallene Aufträge.
Flugs in dem Moment, an dem der Spieler die Aufgaben Dantes in seine Hände gelegt bekommt, fährt eine blonde Schönheit auf einem Motorrad vor Dantes Büro vor. Sie hat den Auftrag für Dante, nach Mallet Island zu fahren, da sich dort das Tor der Unterwelt befinden soll. Durch dieses will der Oberteufel Mundus auf die Erde zurückkehren und die Welt unterjochen.
Auf Mallet Island treibt sich jedoch nicht nur der Oberteufel rum, sondern auch wahre Scharen seiner bösen Horden. Und hier beginnt die Action für den Spieler dann...
"Devil May Cry" setzt ganz klar auf den Actionfaktor. Schlüssel- und Schalterrätsel sind im Prinzip nur nette Beigaben, die auf keinen Fall den Großteil des Games ausmachen. Und wo Action ist, dürfen die entsprechenden Waffen nicht fehlen. Diverse Schießeisen, Schwert usw. sind hier willkommene Helferlein, um das Böse auszuschalten.
Wem das nicht reicht, der sollte im Spiel die Augen offen halten, um drei Spezialwaffen einheimsen zu können. Diese sind "Alastor", "Ifrit" und "Sparda", die Dante mit "netten" Teufelskräften ausstatten. Zu Beginn verfügt man jedoch "nur" über das "Force Edge"-Schwert, welches Dante von seinem Vater übernommen hat. Die Waffen können übrigens indirekt aufgewertet werden. Dies geschieht mit roten Kügelchen, die die Gegner nach ihrem Ableben hinterlassen.
Auch wird jede Kampfaktion mit einer Bewertung versehen. So erscheint z.B. "Dull" für einen eher schlechten Treffer oder "Stylish" für eine absolut geniale Schlagkombo.
An die Einsteigerfreundlichkeit wurde auf jeden Fall gedacht. Kennt man sich im Genre nicht so gut aus, oder ist allgemein ein Neuling am Joypad, so darf man eine leichte Schwierigkeitsstufe wählen. In den höheren Schwierigkeitsgraden heißt es dann, Angriffskombos durch bestimmte Tastenkombinationen zu aktivieren, um sich gegen die Gegner durchzusetzen. Ganz hartgesottene dürfen sich nach einmaligem Durchspielen auf immer härtere Schwierigkeitsgrade freuen und die Monsterhatz von vorne beginnen.
Um nochmal auf die Waffen zurückzukommen - die Schußwaffen haben die ungewöhnliche, aber willkommene Eigenschaft, einen unendlichen Vorrat an Munition zu besitzen. Hier darf also geballert werden, was das Zeug hält.
Ganz egal für welchen Schwierigkeitsgrad sich der Spieler entscheidet, genügend Gegner sind immer vorhanden, die die begehrten roten Kugeln "abwerfen". Durch die Spezialwaffen kann sich Dante (wie schon kurz erwähnt) bei aufgeladenem Energiebalken in einen Teufel verwandeln, was gerade bei den vielen Zwischenbossen sehr nützlich ist. Wer bei diesen Viechern nur sinnlos draufhaut und nicht taktisch ans Werk geht, wird sich schnell auf dem Boden der Tatsachen, bzw. unterm Boden wiederfinden :-).
Die Grafik des Games versprüht ein wahres Feuerwerk an Grandiosität. In Echtzeit berechnete Hintergründe überzeugen mit sauberen Texturen. Licht- und Schatteneffekte sind sehr gut gelungen und bringen Atmosphäre ins Spielgeschehen. Alle Charaktere (also auch die Monster) sind flüssig animiert und bewegen sich sehr real durch die diversen Abschnitte.
Auch die Kameraperspektiven sind gut gewählt. Die Kamera ist immer an festen Positionen angebracht und liefert filmreife Szenen ab. Wenn man einen Bildschirm verläßt, ändert sich zwar der Blickwinkel, die gewählte Richtung behält Dante aber bei. Dies ist ein wenig verwirrend, denn in der Regel steuert man automatisch so, wie seine Figur laufen soll. Wenn man nun also einen Bildschirm nach rechts verläßt, die Kamera aber im nächsten Bildschirm hinter Dante positioniert ist, kommt doch ein wenig Verwirrung auf, wieso Dante nun nach oben läuft, obwohl man den Stick nach rechts drückt. Hier braucht man eine ganze Zeit, sich an diese Steuerungsmethode zu gewöhnen. Ansonsten wird man sich jedoch recht schnell an die Tastenbelegungen gewöhnen, zumal man diese auch noch seinen eigenen Wünschen anpassen darf.
Zu guter Letzt vedient die musikalische Begleitung des Ganzen ein dickes Lob. Sind keine Gegner im Umfeld vorhanden, sorgen Orgelmusik und Choräle für die nötige Spannung. Tritt jedoch ein Feind in Dantes Blickfeld, ändert sich der Sound in hammerharte Beats, die die aggressive Stimmung nochmals anheizen und das Blut in den Adern des Spielers pulsieren lassen.
Fazit:
In "Devil May Cry" wird das geboten, was sich Fans dieses Genres vorstellen. Knallharte Action, super Grafik und cooler Sound sorgen für etliche Stunden astreiner Unterhaltung. Auf langes Suchen nach neuer Munition wird verzichtet und auch die Rätsel sind eher harmlos einzustufen, aber welcher Actionfan will schon Ewigkeiten mit der Suche nach einem Schlüssel verbringen, kann er die Zeit doch viel besser damit verbringen, hunderte von Monster aus dem Weg zu räumen. Wäre nun noch die Steuerung etwas eingänglicher, gäbe es an "Devil May Cry" nichts zu meckern, aber auch so ist der Titel eine absolute Bereicherung für jede PS2-Sammlung !
Devil May Cry
Genre: Action
Publisher : Electronic Arts
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Sprache: Deutsche Bildschirmtexte, englische Sprachausgabe
ca. Preis: 60 Euro
Systemvoraussetzungen
PlayStation 2
Memory Card