| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Die gleichnamige Serie dürfte vielen bekannt sein, der TV-Superhit heimste 2002 sogar den „Emmy“-Award für die beste Anime-Serie ein. Nun sollen die beliebten Hauptdarsteller Fry, Bender, Leela und Dr. Zoidberg auch die Playstation2 erobern. Wird ihnen das gelingen oder wären sie lieber im TV geblieben? Abwarten...
Wie jedes Spiel hat auch dieses eine Story, welche den Hintergrund bildet und die nachfolgend nachzulesen ist:
Die böse Geschäftsfrau Mom hat den Planet Express Lieferservice gekauft. Dadurch besitzt sie nun über 50% der Erde und plant, die gesamte Menschheit zu versklaven und den Planeten in ein riesiges Schlachtschiff umzubauen, um damit das Universum zu erobern. Nur mit vereinten Kräften können Fry, Bender, Leela und Dr. Zoidberg Moms Pläne vereiteln...
Um diese Pläne zu vereiteln, stehen den Hauptcharakteren verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So springen, laufen und kämpfen Sie sich durch die verschiedenen Level, wobei Sie im Laufe des Spiels jeden der Charaktere unter den Controller bekommen, soll heißen, dass alle genannten Charaktere steuerbar sind. Und jeder dieser Charaktere hat auch seine eigenen Moves und Waffen.
Während Sie nun die verschiedenen Umgebungen erkunden, wartet allerhand darauf, eingesammelt oder vernichtet zu werden. Im ersten Level begegnen Ihnen allerdings noch keine Gegner, hier können Sie sich mit der Steuerung vertraut machen und müssen lediglich die fehlenden Werkzeuge von Dr. Zoidberg wieder einsammeln. Dazu zerstören Sie Kartons, öffnen Rollos und Schränke und legen die ersten Hüpfpassagen ein. Auch Ihre erste Waffe steht zur Verfügung, ein stinknormaler Hammer.
Auf Ihrem Weg durch die Level (Kanalisation etc.) sollten Sie auf jeden Fall die Augen offen halten. Denn u.a. gilt es möglichst viele Geldbündel einzusammeln, diese benötigen Sie, um sich an den teilweise aufgestellten Getränkeautomaten die Gesundheit wieder auffüllen zu lassen. Denn allzu viel Lebensenergie steht Ihnen nicht gerade zur Verfügung. Gesundheits-Power-Ups und Extra-Leben lassen sich aber auch unterwegs einsammeln, sie sind in diversen Kisten versteckt, die Sie zerstören müssen.
Die Gegner, die es mit verschiedenen Waffen zu bekämpfen gilt, stürmen in den meisten Fällen einfach auf Sie zu und müssen gnadenlos vernichtet werden. Dazu stehen, wie schon erwähnt, verschiedene Waffen zur Verfügung, die eigentlich recht problemlos eingesetzt werden können. So verfügen z.B. Pistolen über eine automatische Zielerfassung, die auch auf Kisten, Ölfässer usw. reagiert. Oftmals ist es ratsam, sich während des Kampfes ein Stück von den Gegnern zu entfernen, um wieder eine passende Distanz zu ihnen zu bekommen.
Die Level wurden zwar recht abwechslungsreich gestaltet, doch sind sie leider oftmals recht langgezogen, was besonders durch die fehlende Speichermöglichkeit negativ auffällt. Denn speichern können Sie nicht, Sie durchlaufen lediglich verschiedene Checkpoints. Diese Checkpoints dienen dazu, dass Sie nach einem Ableben Ihres Charakters nicht ganz von vorne anfangen müssen, sondern vom letzten Checkpoint wieder ins Rennen geschickt werden. Befinden Sie sich aber nun kurz vor Ende des Levels und müssen aus irgendeinem Grund aufhören zu spielen, so müssen Sie bei einem Neustart des Spiels den ganzen Level noch mal machen und können nicht von einem bestimmten Punkt aus beginnen.
Die fehlende Speichermöglichkeit ist leider nicht das einzige Manko des Spiels. Denn die Kamerasteuerung ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Oftmals sieht man gar nichts, weil man sich in einer Ecke befindet, in andere Ecken kann man nicht richtig hineinschauen und bei den doch öfters vorkommenden Sprungpassagen muss man sich mehr oder weniger auf gut Glück vortasten, weil es an Übersicht fehlt. Dadurch kommt schnell Frust auf, weil man allzuschnell ein Leben verliert und wieder einmal vom letzten Checkpoint aus starten muss. br> br>
Positiv anzumerken ist, dass die Ladebildschirme in „Futurama“ mit Werbeplakaten frisch aus dem 30. Jahrhundert verziert wurden. So werden Ihnen ‚Slurp’ oder ‚Mom’s hausgemachtes Roboteröl’ angeboten, während Sie auf den nächsten Spielbildschirm warten. Auch die Zwischensequenzen können sich sehen lassen, zum einen stammen Sie aus der Feder von J. Stewart Burns, einem der Autoren der Serie, zum anderen wecken Sie durchaus das Gefühl in Ihnen, gerade live in einer der Serien zu sein. Während des Spiels und auch in den Sequenzen darf man sich über eine sehr gute Sprachausgabe freuen. Gesprochen werden die Spielcharaktere von den gleichen Synchronsprechern, die auch den Serienfiguren ihre Stimme leihen. br> br>
Den Wiedererkennungswert zur Serie haben die Entwickler aber leider nicht dem gesamten Spiel zugute kommen lassen. Während die ersten Level bzw. Umgebungen noch allen Fans bekannt sein dürften, so sind sie im weiteren Spielverlauf doch sehr unbekannt. So entfernt sich das Spiel leider von der Serie und echte Fans werden vielleicht etwas enttäuscht sein. br>
Des Weiteren sind die Level zwar abwechslungsreich, jedoch ist die Architektur sehr sparsam gehalten. So wirken gerade die Innenlevel auf Dauer doch langweilig, besonders wenn man sie zum wiederholten Male spielen muss. br>
Die Steuerung ist recht simpel, so dass von dieser Seite aus keine größeren Probleme auftreten sollten, wenn da nicht die miserable Kamerasteuerung wäre, die einem den Spielspaß recht schnell nimmt. br> br>
Fazit:
„Futurama“ beinhaltet auf jeden Fall viele Genretypen, ein wenig Jump’n’Run, etwas Shooter und einiges an Action. Aus diesen Zutaten hätte man auch durchaus ein klasse Spiel machen können, leider ist dies aber nicht so ganz gelungen. Obwohl „Futurama“ mit Originalcharakteren, Originalsynchronsprechern und einer netten Cel-Shading-Grafik daherkommt, können Kamerasteuerung, fehlende Speichermöglichkeiten und die recht detailarm gestalteten Level nicht überzeugen. Ein Spielchen zwischendurch bietet sich bestimmt mal an, echte Fans der kultigen TV-Serie werden jedoch enttäuscht sein und Einsteiger werden das Spiel recht schnell frustriert in die Ecke schmeissen. Von daher vergebe ich nur eine stark eingeschränkte Kaufempfehlung. (ds)