| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Baseball - in Amerika ein Volkssport, hierzulande leider ziemlich unbekannt. Unbekannt ist hier wohl auch das falsche Wort, aber dieser Sport konnte in Europa bisher nicht so recht Fuß fassen, während er in den USA Kult ist. Bekannte Namen wie Reggie Jackson lassen dort die Leute vor Ehrfurcht erstarren und selbst Kinofilme wie z.B. „The Fan“ mit Robert deNiro wurden diesem Sport gewidmet. Acclaim möchte nun mit „All-Star Baseball 2003“ den Volkssport der Amerikaner nach Europa bringen, aber passt das? Europa und Baseball? Warten wir’s ab.
In knappen Worten könnte man das Spielprinzip mit “werfen, schlagen, rennen und fangen“ umschreiben. Dies wurde in verschiedenen Modi untergebracht. So kann man ein schnelles Spiel wagen, Meisterschaften und Freundschaftsspiele bestreiten, eine komplette Saison durchspielen, am Baseball-Quiz teilnehmen und noch vieles mehr. Für besondere Leistungen im Spiel erhält man Punkte, die man dann in Karten umwandeln kann. Dieses Karten-Extra kennt man bereits aus Spielen wie z.B. „NHL 2002“ von EA, wo es auch schon als Motivationsanschub zu sehen ist. Anreiz bietet sicherlich auch die Erstellung eines eigenen Spielers oder einer eigenen Mannschaft. Beim Spieler lassen sich verschiedene Eigenschaften festlegen, wie z.B. sein Spielerlevel, weiterhin können Sie ihm einen Namen Ihrer Wahl geben. Ist doch bestimmt witzig, wenn Sie selber auf dem Spielfeld stehen oder ihre Bekannten/Verwandten mitspielen lassen. Bei der Gründung eines eigenen Teams lassen sich Team-Logo, Heimatstadt und Stadion festlegen und Sie können dieses Team dann in der Major League spielen lassen.
Hat man sich für eine komplette Saison entschieden, erwartet einen ein eigenes Saison-Hauptmenü. Dort können verschiede Punkte angewählt werden. Werfen Sie doch mal einen Blick auf den Spielplan oder den Wetterbericht. Sie wollen nicht persönlich gegen ein bestimmtes Team antreten? Dann lassen Sie dieses Spiel einfach simulieren. Neben der Option, das Spiel zu speichern, können Sie von hier aus auch das nächste Spiel anwählen, damit Sie in der Saison weiterkommen. Vom Saison-Hauptmenü gelangen Sie auch ins Team-Management, in dem Sie Spieler erstellen können oder die Aufstellung Ihrer Mannschaft ändern.
Einen Blick ins Aufstellungs-Management sollten Sie auf jeden Fall riskieren. Denn schließlich müssen Sie doch wissen, ob einer Ihrer Spieler verletzt ist und nicht antreten kann. Oder vielleicht wollen Sie auch neue Spieler kaufen oder welche aus Ihrer Mannschaft verkaufen. Man weiß ja nie. :) Selbstverständlich sehen Sie in diesem Menü auch den Franchise-Wert Ihrer Mannschaft. Dieser Punkt ist allerdings nur in den Franchise- und Expansion-Modi möglich.
Der Expansion-Modus bietet die Möglichkeit, bis zu 20 Saisons mit einem von Ihnen zusammengestellten Team zu spielen. Nach der Wahl einer Stadt und eines Stadions verpflichtet man ungeschützte Spieler für das Wunschteam. Nach der Saison erhält man hier Informationen zu Rekordhaltern, der Franchise-Geschichte, etwaigen Karriereenden, Anwärtern für die Ruhmeshalle usw.. Dahingegen bietet der Franchise-Modus die Möglichkeit, einen bestimmten Spieler über mehrere Saisons zu beobachten. Wie macht er sich im Laufe der Zeit? Wird er ein Superstar? Diese Fragen werden Ihnen beim Spielen des Franchise-Modus beantwortet. Starten kann man hier z.B. mit einem der Standardteams.
Um an die bereits erwähnten Spieler-Karten zu kommen, müssen Sie fleißig Punkte sammeln. Punkte gibt es für besondere Aktionen, wie z.B. einen Homerun. Für diese Punkte, genauer gesagt zehn davon, können Sie sich dann einen aus sechs Karten bestehenden Kartenstapel kaufen. Die Karten schalten einem dann Extras frei, wie neue Stadien und Mannschaften. Bei 30 MLB-Teams (MLB=Major League Baseball) sind das immerhin rund 900 Spieler. Auch komplette Originalstadien und Ausrüstungen können auf diesem Weg freigeschaltet werden. Schafft man es, 300 und mehr Karten zu sammeln, kann man sich getrost schon Karten-Meister nennen, denn das ist gar nicht so einfach.
“All-Star Baseball 2003” bietet auch einige Spezialfeatures. Da wäre zum einen das Schlagtraining, in dem man seine Schlag- und Wurftechniken verbessern kann. Ein wichtiger Punkt, den Sie nicht einfach links liegen lassen sollten, wenn Sie Erfolg in diesem Sport haben wollen. Hat man die einzelnen Punkte dieses Trainings absolviert, erscheint jeweils eine Rangliste der beteiligten Schlagmänner. Das im Spiel enthaltene Wissensquiz teilt sich in drei Quiz-Arten auf. Im klassischen Baseball-Quiz finden sich allgemeine Fragen zum Baseball. Zu Quizbeginn wählt man zwei Teams und entscheidet sich für eines von beiden. Danach erscheint der Quizbildschirm. Dieser ist wie ein Spielfeld aufgebaut und Sie müssen sich mit richtigen Antworten durch die Schlagreihenfolge arbeiten. Dabei ist eine richtige Antwort ein Base, eine falsche Antwort bringt Ihnen ein „out“.
Im Home Run Derby-Quiz werden Mannschaft und Stadion des Home Run Derbys durch Sie bestimmt. Neben einer Liste von Schlagmännern erscheinen Wissensfragen, die richtig beantwortet werden müssen. Eine richtige Antwort bringt einen „Dinger“, eine falsche Antwort bedeutet wieder „out“. Das Home Run Derby ist übrigens ebenfalls unter den Spielmodi anwählbar und bietet ein Highlight in der Mitte einer Baseball-Saison. Das Tempo-Quiz ist vom Aufbau her wie das klassische Baseball-Quiz, nur müssen die Fragen hier unter Zeitdruck beantwortet werden. Jede falsche Antwort bringt ein „out“.
In den Spieloptionen lassen sich noch diverse Einstellungen machen, z.B. Audioeinstellungen oder auch die Vibration des Controllers aktivieren. Die Lautstärke der Soundeffekte, Zuschauer und Ansager lässt sich ebenfalls verändern. Damit man diese Optionen nicht nach jedem neuen Spielstart erneut einstellen muss, lassen sich diese speichern und können somit auf Wunsch wieder geladen werden.
Die Spieler sehen gut aus, bewegen sich aber leider nicht immer flüssig. Hier hätte die Hardware der Xbox vielleicht etwas mehr ausgereizt werden können, denn ab und zu fehlen doch einige Polygone bei der Spielerdarstellung. Trotzdem kann man sie aber gut erkennen. Liebevoll ins Spiel integriert wurde der Detailreichtum des amerikanischen Baseball. So kauen manche Spieler Kaugummi, andere spucken vor ihrem Schlag auf den Boden oder tragen spezielle Armbänder, die ihnen Glück bringen sollen. An Flugzeuge mit Werbebannern wurde ebenso gedacht wie an die originalgetreue Anbringung der Werbebanden in den einzelnen Stadien..
Auch die Soundkulisse bei “All-Star Baseball 2003” ist gut gelungen. Neben einer dezent im Hintergrund laufenden Musik wird die Geräuschkulisse weitestgehend durch die Stadiongeräusche bestimmt. Macht z.B. das heimische Team einen guten Spielzug, jubeln die Fans wie wild. Allerdings wird Ihr Team auch mit lauten Buh-Rufen bombardiert, wenn das Spiel mal nicht so gut läuft. So kommt die Stadionatmosphäre richtig gut rüber und Sie haben das Gefühl, dass Sie mittendrin sind und nicht bloß vor der heimischen Konsole sitzen.
Für die Kommentatoren-Rolle wurden die beiden Fox Sports-Sprecher Thom Brennaman und Steve Lyons verpflichtet, weiterhin wird das Spiel durch den Manager der World Series Bob Brenly kommentiert. Diese Kommentare sind leider auf englisch, weshalb man der Sprache schon ein bisschen mächtig sein sollte. Allerdings hätten deutsche Kommentatoren aber die Atmosphäre kaputt gemacht, von daher kann es nur gut sein, dass man bei den amerikanischen Vertretern geblieben ist.
Erinnern wir uns an die Kurzbeschreibung vom Anfang dieses Tests: „Werfen, schlagen, rennen und fangen“. Was so simpel klingt, sollte sich natürlich auch in der Steuerung wiederspiegeln. Um den Ball zu den einzelnen Bases zu werfen, genügen kurze Tastendrucks, mit den Sticks lassen sich ebenfalls verschiedene Dinge steuern, wie z.B. die Ziel des Schlagmanns und die Höhe seines geschlagenen Balles. Gewiss - die Steuerung erfordert eine gewisse Eingewöhnung, aber nach etwas Übung und Training sollte es kein Problem mehr für Sie sein, Ihre Mannschaft zum Erfolg zu führen. Kleines Manko bei der Steuerung ist, dass manche Reaktionen etwas verzögert ablaufen und zäh sind, so hat die gegnerische Mannschaft schnell mal einen Punkt gemacht, weil Sie nicht schnell genug den Ball zum gefährdeten Base spielen konnten. Aber was soll’s: Sie machen dafür umso mehr Punkte im Rest des Spiels. :)
Fazit:
„All-Star Baseball 2003“ ist mit Sicherheit ein gutes Spiel, dem es auch gelingt, ein bisschen von der Baseball-Mania auf den europäischen Kontinent zu bringen. Der Sound kann auf alle Fälle überzeugen, Grafik und Steuerung wurden zwar gut umgesetzt, haben aber leider auch kleinere Mankos aufzuweisen. Die unzähligen Modi sind auf jeden Fall ein Garant für lange Spielmotivation. Kleiner Tipp: Machen Sie sich vor dem Start des Spiels etwas mit den Regeln und gerade den Ausdrücken dieses Spiels vertraut, das Handbuch wimmelt geradezu davon.
Genre: Sport
Publisher : Acclaim
Altersfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Spieler: 1-4
ca. Preis: 65 Euro
Systemvoraussetzungen
Xbox
Controller