Prototype 2 - Das Special




Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!

 

Prototype 2 - Das Review
Prototype 2 - Das Gewinnspiel
Prototype 2 - Screenshots

 


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SchwachSuper 
Erstellt am 20. Juni 2011 Geschrieben von Daniela Kuß Kategorie: NDS/DSi
Veröffentlicht am 20. Juni 2011 Zugriffe: 282
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Dokuta Tendo tritt sein zweites Jahr als Assistenzarzt im Semei Medical University Hospital an, dem angesehensten Krankenhaus Japans. Er verbringt arbeitsreiche Tage unter der Aufsicht von Dr. Suzu Aso. Der Chefarzt der 1. Chirurgischen Abteilung, Kyosuke Sawai, ist sein leiblicher Vater, auf seine Empfehlung hin wurde Tendo eingestellt und steht nun unter der strengen Beobachtung dessen. Viele Ereignisse haben die Vergangenheit von Dr. Tendo geprägt und seine zukünftigen Erlebnisse nehmt ihr bei Lifesigns selbst in die Hand.


Ihr schlüpft bei Lifesigns (ursprünglich Lifesigns - Hospital Affairs) in die Rolle von Dokuta Tendo, der mit Hilfe seiner Mentorin Suzu Aso sein zweites Assistenzjahr bestreitet. Um voll durchzustarten beginnt ihr vom Hauptmenü aus ein neues Spiel, gespeicherte Spiele können natürlich ebenfalls aufgerufen werden. An bestimmten Stellen des Spiels werdet ihr gefragt, ob ihr speichern wollt, das Speichermenü lässt sich aber auch selbstständig aufrufen. In manchen Situationen ist dies nicht möglich, z.B. wenn ihr jemanden zu etwas überreden müsst, einen Patienten untersucht oder eine Operation durchführt.

Euer Leben als Arzt besteht aus Untersuchungen, Gesprächen und Operationen, dazu besucht ihr die verschiedenen Schauplätze von Lifesigns, die auf einer Übersichtskarte des Krankenhauses anwählbar sind. Diese Karte ist dabei auf dem Touchscreen untergebracht, wo auch der Hauptteil des Spiels abläuft. Der obere Bildschirm wird nur selten genutzt, meistens seht ihr dort nur den Spieltitel. Ausnahmen sind Untersuchungen und Operationen, eure Gesprächspartner sind auch des öfteren dort abgebildet. Und ihr begegnet vielen Charakteren, nicht nur euren Patienten, sondern auch Ärzten und Schwestern. Sobald ihr mit einer Person sprecht, werden Notizen gemacht, die dann als anwählbare Themen am oberen Touchscreenrand erscheinen. Mithilfe dieser Themen könnt ihr weitere Gespräche beginnen oder fortführen, habt ihr das richtige Thema gewählt, ertönt ein kurzes Tonsignal.

Durch Antippen einer Person mit dem Stylus beginnen solche Gespräche, wollt ihr über Themen aus eurer Liste sprechen, zieht ihr das betreffende Thema einfach auf die Person. Auch während der Untersuchungen kommt es zu Dialogen, bei denen ihr oftmals wertvolle Hinweise erhaltet, da die Patienten über ihre Beschwerden berichten. Diese werden auf einer Befundkarte notiert, wobei stets einige Felder frei bleiben. Die fehlenden Befunde müsst ihr dann durch eine Untersuchung vervollständigen, wobei ihr die richtigen Bereiche auf die passende Art und Weise begutachten müsst. Zur Verfügung stehen euch hier ein Stethoskop, eure Hände und Augen. Die Untersuchung ist abgeschlossen, wenn die Befundkarte, die auf dem oberen Bildschirm abgebildet wird, vollständig ausgefüllt ist. Mit dem Stethoskop hört ihr den Körper des Patienten nach Anomalien ab, mit den Händen tastet ihr ihn ab und mit den Augen betrachtet ihr verdächtige Stellen.

Jeder Patient hat dabei die gleichen Untersuchungsbereiche. Untersucht den Patienten auf Kopfverletzungen, inspiziert seine Gesichtsfarbe und messt im Nacken seinen Puls. Hört sein Herz ab, überprüft die Atmung an der Brust und die Darmgeräusche am Bauch. An den Handgelenken könnt ihr ebenfalls den Puls messen, an der Hand überprüft ihr die Griffstärke. Sind Anomalien bemerkbar, wird euch dies mitgeteilt und der Befund wird auf der Befundkarte eingetragen, ist ein Bereich nicht relevant, erfahrt ihr dies ebenfalls. Die Untersuchungen gestalten sich teilweise etwas hakelig, da die Genauigkeit etwas zu wünschen übrig lässt. So befindet sich der Puls der Patienten eher am Unterarm als am Handgelenk und im Nacken ist kaum eine Pulsmessung möglich. Manche Verletzungen sind kaum ersichtlich, wogegen offensichtliche Schrammen nicht als Befund gewertet werden.

Von Zeit zu Zeit dürft ihr auch mal operieren, dieser Teil von Lifesigns ist jedoch leider nur sehr gering ausgefallen. Vor einer solchen Operation erklären die beteilgten Ärzte die einzelnen Schritte, die genaue Durchführung obliegt euch. Dabei wird euch auffallen, dass ihr oftmals so ziemlich alleine gelassen werdet. Zwar wird euch die zu erfüllende Aufgabe auf dem oberen Bildschirm angezeigt, Tipps zur Durchführung erhaltet ihr jedoch kaum oder gar nicht. Z.B. steht an einer Stelle des Spiels eine Angiographie an, bei der ein in den Körper des Patienten eingespritztes Mittel durch seine Venen geführt werden soll. Allerdings wird euch nicht mitgeteilt, welchen genauen Weg es nehmen soll und so steuert ihr das Teil mithilfe eines Steuerelements auf dem Touchscreen durch den Körper und wisst nicht, wohon damit. Das führt zu 99% dazu, dass ihr einen Fehler macht und euch der Patient auf dem Operationstisch wegstirbt. In diesem Fall heisst es "Game Over" und ihr müsst von eurem gespeicherten Spielstand aus neu beginnen.

Eine Operation ist erfolgreich verlaufen, wenn ihr alle Aufgaben bewältigt habt. Zur Erfüllung dieser Aufgaben erhaltet ihr mehrere Instrumente, wie etwa Desinfektionsmittel, Skalpell oder einen Kauterisator. Diese Instrumente werden mit dem Stylus gesteuert, mithilfe der Schultertasten könnt ihr euch konzentrieren. Dabei werden euch kleine Hilfen eingeblendet, die euch beispielsweise zeigen, wie der Appendix entfernt oder eine Wunde genäht oder kauterisiert wird. Beim Appendix handelt es sich übrigens um den Blinddarm, beim Kauterisieren brennt man eine Wunde aus, um sie zu verschließen, dieser Vorgang wird aber auch zur Wundöffnung eingesetzt. Das Handbuch von Lifesigns bietet euch ein kleines medizinisches Glossar, allerdings sind dort längst nicht alle Begriffe erklärt, denen ihr während euer Assistenzarztzeit begegnet. Verfügt ihr also nicht über ein fundiertes medizinisches Wissen, werdet ihr manchen Stellen des Spiels ziemlich ahnungslos dastehen und nicht wissen, worum es jetzt eigentlich bei dem Patienten geht.

Zur Auflockerung des Krankenhausalltags werden euch einige wenige Minispiele gebotem, wie etwa das Aufsammeln von Obst, das über die Strasse rollt. Erreicht ihr bei einem solchen Minispiel eine hohe Punktzahl, könnte euch im späteren Spielverlauf eine Überraschung winken. Die Minispiele und die wenigen Untersuchungen und Operationen machen nur einen kleinen Teil von Lifesigns aus, die meiste Zeit verbringt ihr damit, von Raum zu Raum zu wechseln und endlose Unterhaltungen zu führen. Es wartet wirklich ein immens großes Lesepensum auf euch, dem ihr auch nicht entkommen könnt. Bedenkt man, dass das Spiel an TV-Arztserien oder Telenovelas angelehnt sein soll, fragt man sich wohl des öfteren, was denn da als Vorlage gedient haben soll, meiner Meinung nach hat eine Folge Emergency Room mehr Spannung zu bieten als das gesamte Spiel, das immerhin aus mehreren, zugebenen recht langen, Kapiteln besteht.

Über die Grafik lässt sich streiten, teilweise ist sie recht gelungen, in manchen Belangen wirkt sie aufgesetzt und sogar teilweise eher albern. Sobald es ins Innere eines Patienten geht oder um Röntgen- bzw. Ultraschallbilder ist die Darstellung der Dinge realistisch, dafür beggenet ihr aber einigen recht skurrilen Charakteren, die nicht so ganz in ein Krankenhaus passen. So wirkt der Chef der 1. Chirurgischen Abteilung, Dr. Sawai, eher wie der Vogelfänger aus Mozarts Zauberflöte und ein Patient sieht fast aus wie der Clown aus der TV-Serie Die Simpsons. Grundsätzlich sind die Figuren des Spiels im Manga-Stil gehalten, die Umgebungen wirken leblos und detailarm. In der Aufnahme sitzen beispielsweise immer die selben Pixelfiguren, anscheind hat das Seimei Medical University Hospital sehr lange Wartezeiten. Es ist auch nicht gerade realistisch, dass ein Patient immer mit einem Handspiegel dargestellt wird, mit dem er den Schwestern und Ärztinnen unter die Kittel schaut, um dann haarklein zu berichten, welche Unterwäsche sie tragen.

Die Steuerung ist akzeptabel, die meisten Aktionen werden mit dem Stylus ausgeführt, ab und an kommen die Schultertasten zum Einsatz. Schade, dass an machen Stellen die Steuerung unnötig verkompliziert wird, etwa beim Kauterisieren. Dort wird euch mitgeteilt, dass ihr den Stylus nur ganz leicht und nicht zu langsam führen dürft, da ihr sonst das Gewebe des Patienten verbrennt. Folglicherweise haltet ihr euch daran, werdet aber feststellen müssen, dass selbt bei einer federleichten und raschen Stylusführung das betreffende Gewebe Verbrennungsstellen aufweist. In den Operationen läuft aber eine Strafanzeige, die sich durch solche Kleinigkeiten recht schnell leert. Ist sie komplett leer, dürft ihr den Patienten zwar nochmal wiederbeleben, meist endet die OP dann aber mit dem "Game Over"-Bildschirm. In manchen Situationen dürft ihr mit dem Stylus auch nur ein Steuerelement bedienen, das nicht gerade eine genaue Führung zulässt, auch dadurch werden euch die Operationen unnötig erschwert.

Euren Ohren wird kaum etwas geboten, die Hintergrundmusik ist konstant und passt sich den jeweiligen Situationen an, bei Operationen und "spannenden" Momenten in Lifesigns verändert sie sich dementsprechend. Soundeffekte wurden kaum integriert, wenn man mal vom Geräusch bei den Dialogen absieht, bei dem ihr das Gefühl habt, die Dialoge werden zeitgleich mit einer Schreibmaschine getippt. Allerdings verlaufen die Tippgeräusche nicht synchron zum Auftauchen der Buchstaben. Ansonsten bekommt ihr nuur etwas zu hören, wenn ihr operiert oder wenn ihr den Defibrilator ansetzen müsst, damit es nicht heisst: Operation gelungen, Patient tot.

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