| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
|
|
Zuerst gab es zehn ... Zehn Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft erhalten eine Einladung, die sie in ein luxuriöses Haus auf einer abgeschiedenen Insel lockt. Dort werden sie allesamt des Mordes angeklagt - in einer aufgezeichneten Botschaft. Sodann schwingt sich ihr mysteriöser Gastgeber zum Richter, Geschworenenrat und Henker in Personalunion auf ... Die Spannung steigt, während ein Gast nach dem anderen dem genialen Plan des unsichtbaren Killers zum Opfer fällt. Der Mörder muss gefunden werden, sonst wird es keinen mehr geben ...
Dies ist die Einleitung zum Spiel Agatha Christie: Und Dann Gabs Keines Mehr von JoWood, das eine Adaption des erfolgreichsten Krimis der Kriminalschriftstellerin Agatha Christie ist. Eure Rolle bzw. euer Spielcharakter ist der elfte Mann auf dem Shipwreck Island, der Bootsmann Patrick Narracott, der ebenso in der Falle sitzt wie die zehn anderen. Nun liegt es an euch, ob ihr dem Rätsel auf die Spur kommt und den Killer findet oder ob ihr sein nächstes Opfer werdet. Also, schärft eure Spürnasen und lest weiter.
Anfangs landet ihr erst einmal im Hauptmenü des Spiels, in dem ihr ein neues Spiel starten, einen vorhandenen Spielstand laden, die Mitwirkenden ansehen und in das Optionsmenü wechseln könnt. Dort können verschiedene Grafik- und Soundoptionen angepasst werden, erfreulicherweise könnt ihr auch während eines laufenden Spiels auf dieses Menü zugreifen, um noch eventuelle Änderungen vorzunehmen. Verändert die Lautstärke der Musik und der Geräuscheffekte, ändert die Helligkeit oder stellt euch die Untertitel an bzw. aus.
Patrick schaut sich bei der ersten Gelegenheit in dem Haus des ominösen Gastgebers um, um erste Spuren zu finden. Leider gibt es keinen Hinweis darauf, was er anfangs eigentlich anstellen muss, um irgendwie weiterzukommen, allerdings fällt euch wahrscheinlich direkt auf, dass sich der Cursor je nach verfügbarer Aktion verändert. So könnt ihr mit Personen sprechen, euch aus Nahaufnahmen wegzoomen, durch Schlüssellöcher schauen, Treppen und Türen benutzen oder sogar Gespräche belauschen. Und das sind nur einige der Möglichkeiten, die euch offenstehen. Kann ein Inventargegenstand im Spiel benutzt werden, so erkennt Patrick dies dadurch, dass sich der Cursor in ein Zahnrad verwandelt, was eine positive und nicht zu verachtende Hilfe ist.
Während Patrick sich in den verschiedenen Räumen umschaut und auch den Rest von Shipwreck Island einer eingehenden Untersuchung unterzieht, findet er natürlich verschiedene Objekte, die er einsammeln kann. Nicht alle davon spielen eine tragende Rolle bei dem Finden des Killers, manche lösen auch nur kurze Sprachbotschaften aus und werden danach nie wieder gebraucht. All diese Gegenstände landen in Patricks Inventar, das ihr auf Wunsch öffnen könnt. Jedes Mal, wenn wieder etwas im Inventar gelandet ist, blinkt das Symbol für selbiges, ihr könnt den Inhalt auch durchblättern, um alles in Augenschein zu nehmen.
Zeigt ihr im Inventar auf einen Gegenstand, erscheint eine Beschreibung und es tauchen zwei Symbole auf, nämlich eine Lupe und ein Zahnrad. Erstere ermöglicht einen genaueren Blick auf das markierte Objekt, Patrick erklärt euch genau, um was es sich dabei handelt und gibt zudem noch Tipps dazu. Untersucht ihr Bücher, Briefe oder Zeitungsartikel, werden die Informationen, die ihr daraus gewonnen habt, in einem Notizenmenü gespeichert, so dass ihr jederzeit leichten Zugriff auf sie habt. Das Zahnrad hingegen dient der Kombination von Gegenständen, auseinandernehmen könnt ihr sie natürlich auch.
An bestimmten Stellen des Spiels wird Patrick nicht darum herum kommen, verschiedene Gegenstände miteinander zu kombinieren, um mit seinen Ermittlungen weiterzukommen. Entweder entstehen dadurch neue Objekte und Werkzeuge oder ihr entschlüsselt dadurch beispielsweise eine Nachricht. Speziell für diesen Vorgang enthält das Inventar sogenannte Montagefächer, in die ihr einfach die Gegenstände legt, die miteinander kombiniert werden sollen. Ihr habt z.B. eine Taschenlampe und Batterien, die euch einzeln nichts nützen. Legt also die Taschenlampe in das eine Montagefach und die Batterien in ein anderes, per einfachem Druck auf eure WiiMote werden beide Sachen zusammengefügt. Auf die gleiche Weise ist eine Demontage möglich, Taschenlampe und Batterien werden also wieder getrennt. Ist eine Demontage nicht möglich, wird Patrick euch darüber informieren.
Das bereits erwähnte Notizenmenü erlaubt euch einen Überblick über alle bisher gesammelten Informationen, sei es aus Gesprächen, Büchern, Briefen oder Zeitungsausschnitten. Es kann jederzeit im Spiel aufgerufen werden. Aufgeteilt ist es in vier Fächer, die bequem durchgeblättert werden können. Im allgemeinen Fach finden sich Informationen über Shipwreck Island oder euren geheimnisvollen Gastgeber U.S. Owen, im Gästefach wird gespeichert, was ihr so alles über die anderen Gäste auf der Insel erfahrt. Das Dokumentefach enthält alle Dokumente, die ihr während des Spiels eingesammelt habt und im Bücherfach findet ihr alles, was ihr in den zahlreichen Büchern des Hauses gelesen habt. Alle Informationen, egal aus welchem Fach, sind natürlich immens wichtig für eure Ermittlungen.
Da es sich bei Agatha Christie: Und Dann Gabs Keines Mehr ja um ein Adventure handelt, dürfen Rätsel natürlich nicht fehlen. Leider ist die Anzahl der zu lösenden Rätsel nicht sehr hoch ausgefallen, dafür sind sie aber in der Regel leicht zu lösen. Beispielsweise müsst ihr herausfinden, was ihr mit einem Mehlsack und einer daneben befindlichen Schaufel anstellt. Schlau, wie Patrick ist, wird er schnell darauf kommen, dass er den Mehlsack leer schaufeln muss, um an einen verborgenen Gegenstand zu kommen. Oder ihr steht auf einmal vor einer Safetür mit einem Zahlenschloss, hier ist es natürlich logisch, dass ihr versuchen müsst, die richtige Zahlenkombination zu finden.
Das Spiel hält übrigens einige alternative Enden für euch bereit. Je nachdem, wie ihr euch verhaltet und wie schnell ihr gewisse Aufgaben bewältigt, werdet ihr mit einem dieser Enden belohnt, was natürlich den Anreiz eines erneuten Spielens erhöht. Manche Aufgaben sind dabei nicht zwingend erforderlich, um das Spiel überhaupt zu lösen, aber Aspekte wie die Möglichkeit einer verfrühten Heimreise und Flucht solltet ihr vielleicht schon genauer ins Auge fassen. Der Spielablauf ist dabei nicht linear, so lassen sich schon frühzeitig Rätsel lösen, die erst in viel später kommenden Kapiteln gebraucht werden.
Grafisch erwartet euch eine recht düstere Atmosphäre, die aber sehr gut zur Thematik von Agatha Christie: Und Dann Gabs Keines Mehr passt. Die einzelnen Charaktere und auch die Umgebungen leiden unter Detailarmut und fehlenden Animationen, was besonders in den Zwischensequenzen auffällt, in dem Münder einfach nur auf- und zugehen, eckige Kanten vorherrschend sind und eine Mimik komplett fehlt. Nervig sind auch die relativ langen Ladezeiten, die euch nach dem Öffnen jeder Tür erwarten.
Zum Spielen braucht ihr nur die Wii-Fernbedienung, diese wurde aber sehr gekonnt integriert. Fast alle Aktionen werden durch einfaches Point&Click ausgeführt, Türen öffnet ihr durch eine gekonnte Drehung des Türknaufes und es kann auch mal vorkommen, dass ihr einigen Körpereinsatz bringen müsst, um beispielsweise einen Mehlsack auszuschaufeln. Alles in allem dürftet ihr recht fix mit der Steuerung klarkommen, die auch eine schnelle Menüführung erlaubt und euch somit eine schnelle Sichtung von Gegenständen und Informationen erlaubt.
Die Soundkulisse ist angenehm, das Haupttheme verwöhnt euch mit Klavierklängen, die jedoch nach mehrstündigem Spielen an euren Nerven zerren werden. Allerdings habt ihr während des Spiels die Möglichkeit, ein Radio zu reparieren, das euch sodann mit anderen Klängen versorgt. Alle Sprecher wurden sorgfältig ausgesucht, sodass jeder Charakter im Spiel die zu ihm passende Stimme erhalten hat, der eine nuschelt, ein anderer schreit andauernd usw.. Wer den Titel schon auf dem PC gespielt hat, wird keine Neuerungen hinsichtlich des Soundes entdecken, dieser wurde einfach übernommen.