| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Schlüpft in die Rolle eines Piratenkapitäns, um Ruhm und Reichtümer anzuhäufen und erobert euren rechtmäßgien Platz als einer der verehrtesten und gefürchtetsten Piraten der Geschichte. Ihr könnt eine ganze Reihe interessanter und gefährlicher Charaktere treffen, Geheimnisse lösen, exotische Inseln entdecken und mächtige Allianzen schmieden. Duelliert euch, kämpft an Land oder auf See, tanzt und jagt unermesslichen Reichtümern hinterher. Jedes Mal, wenn ihr spielt, erschafft ihr ein neues und aufregendes Abenteuer.
Ihr nehmt das Ruder eines Schiffes mittels eurer Wii-Fernbedienung in die Hand, wobei euch 27 Schiffe zur Verfügung stehen. Diese dürft ihr komplett selbst gestalten, auch eure Crew könnt ihr selber zusammen stellen. Dies macht ihr in Hafenstädten, in die ihr einfallen könnt. Verborgene Schatzkarten, waghalsige Missionen und verschiedene Rettungsaktionen wollen gefunden und ausgeführt werden. Auf euren Erkundungstouren durch die Weltmeere warten natürlich viele Seeschlachten auf euch, ebenso wie Duelle und Auseinandersetzungen mit den Oberhäupten unterschiedlicher Städte. Im Gegensatz zum Original, welches 2004 für den PC erschien, erwarten euch jedoch nicht viele Neuerungen, lediglich zwei Minispiele wurden neu hinzugefügt. Sid Meier's Pirates! simuliert den kompletten Lebensablauf eines Piraten, der seiner verarmten Familie helfen will und die einzige Lösung dafür in der Piraterie sieht. Nachdem ihr dann durch eine Meuterei die Kontrolle über ein Schiff übernehmt, könnt ihr eure eigenen Entscheidungen treffen.
Entweder lauft ihr die Häfen an, attackiert sie, sucht nach verborgenen Schätzen oder euren verschollenen Familienmitgliedern, ihr dürft Allianzen schmieden oder euch Feinde machen. Geheimnisvolle Hinweise weisen euch auf eine Dschungelfestung hin, in der ihr einen Fiesling antreffen könnt, allerdings müsst ihr zuvor verschiedene Missionen meistern, um dorthin zu gelangen. Diese variieren von dem Anfahren bestimmter Orte bis zum Besiegen von Piratenanführern und haben direkten Einfluß auf die Spielwelt. So wirkt es sich z.B. aus, wenn ihr in einer Stadt den Gouverneur ersetzt oder in Piratensiedlungen Aufstände anzettelt. Denn dadurch laufen andere Schiffe die Häfen an oder es werden unterschiedliche Städte angegriffen, der Handel wird beeinflußt oder bestimmte Piraten machen zukünftig nicht mehr die Seewege unsicher. Durch Nachrichten werdet ihr über Veränderungen in den vorherrschenden Großmächten, wie beispielsweise Englang und Frankreich informiert und könnt so beladeneSchiffe abpassen oder besonders reiche Häfen anfahren.
So segelt ihr also von Hafen zu Hafen, wobei die verschiedenen Minispiele für Action sorgen. Leider wirkt sich diese Action nicht auf die Steuerung aus, denn das meiste könnt ihr ohne eine einzige Handbewegung erledigen, stattdessen drückt ihr stur die verschiedenen Knöpfe der Wii-Fernbedienung. Lediglich in den Fechteinlagen kommt zumindest etwas Bewegung in die Sache, allerdings zählt hier eher nicht ein besonders strategisches Vorgehen, es gewinnt in der Regel derjenige, der dem anderen schneller eins überziehen kann. Während der Segel- und Entertouren habt ihr dabei die Wahl zwischen der Vogel- und der Egoperspektive, wobei erstere allein wegen der Übersicht erheblich besser ist. Ihr seht einfach schneller, ob sich lohnenswerte Schiffe nähern, könnt diese kapern und mit dem feindlichen Kapitän die Klingen kreuzen. Schafft ihr es, ihn dann zu besiegen, gehört das Schiff mit der Crew euch. Auf diese Art und Weise könnt ihr euch eine Flotte mit bis zu fünf Schiffen aufbauen. Dabei solltet ihr allerdings beachten, dass großé Schiffe zwar mächtig sind, aber nicht so wendig sind wie kleinere Schiffe.
Habt ihr einen Hafen angelaufen, eröffnen sich euch neue Möglichkeiten. Ihr könnt beim Gouverneur vorsprechen und mit ihm verhandeln, eventuell hat er ja auch eine hübsch anzusehende Tochter, mit der ihr das Tanzbein schwingen dürft. Bei den Händlern könnt ihr Proviant für euch und eure Mannschft eintauschen oder euch mit Gütern eindecken, die ihr in anderen Städten gewinnbringend verkauft. Schiffsbauer können eure Schiffe reparieren und sogar aufrüsten, hier stehen euch insgesamt acht Modifikationen zur Verfügung. Diese machen das Schiff schneller oder widerstandsfähiger, allerdings können nicht in jeder Stadt alle Aufrüstungen vollzogen werden. Mit ein Grund, wirklich jeden Hafen anzufahren, der auf euren Routen liegt. Euer erster Anlaufpunkt sollten aber stest die verschiedenen Spelunken einer Stadt sein, da ihr hier nicht nur neue Crewmitglieder finden könnt sondern auch Teile von Schatzkarten etc. erwerben könnt. Die Schankmädchen versorgen euch mit hilfreichen Informationen, auch Lehrbücher zum Verbessern eurer Fähigkeiten sind hier zu finden.
Man sagt zwar immer, dass Piraten ruchlos und unehrenhaft sind, aber ihr dürft in Sid Meier's Pirates! auch heiraten, wenn ihr eine Frau eurer Wahl gefunden habt. In der Regel wird dies wohl eine Gouverneurstochter sein, da ihr euch durch die Eheschließung Vorteile erhofft. Bevor ihr diese allerdings zum Traualtar führen dürft, müsst ihr erstmal um sie werben, was meist auf dem Tanzparkett geschieht. Sogar die Wii-Fernbedienung lässt sich durch die dort stattfindende Aktivität anstecken, sie muß gemäß den vorgegebenen Anweisungen nach links oder rechts, oben oder unten bewegt werden. Gefällt eurer Zukünftigen die Darbietung, erhaltet ihr Geschenke oder nützliche Informationen. Wer jetzt denkt, damit ist es schon getan, der irrt sich gewaltig. Die Holde hat noch zahlreiche Wünsche, die ihr erfüllen müsst und so werdet ihr diesen Hafen wohl noch sehr oft anlaufen. Irgendwann ist es dann soweit und ihr tretet vor den Traualtar. Aber auch zahlreiche Rückschläge werden euer Piratenleben begleiten, denn ab und an verliert ihr Schiffe, verliert Duelle oder landet sogar in einem Kerker.
Auch eure Crew wird nicht immer hinter euch stehen, verschiedene Faktoren können schnell mal zu einer Meuterei führen, etwa schlechte Bezahlung oder fehlende Landgänge. Und wenn wir schon bei den Rückschlägen, also den negativen Sachen sind, sei auch direkt erwähnt, dass auch die Grafik von Sid Meier's Pirates! eher ein Rückschlag ist. Sie ist zwar sehr detailreich, bewegt sich aber eher auf dem Niveau von 2004. Die Minispiele Seegefecht, Schwertduell, Stadtbombardierung oder Tanzen wiederholen sich ständig und die Seefahrten sind oftmals sehr lang und eintönig. Gewiss ist es realistisch, dass ihr langsamer unterwegs seid, wenn ihr gegen die vorherrschende Windrichtung segelt, es sorgt aber nicht unbedingt für Spielspaß oder Motivation. Hier hätte man die Spielbarkeit vielleicht höher als die Realität setzen sollen, um den Spieler nicht zu langweilen. Habt ihr Schatzkarten und könnt den darauf verzeichneten Schatz nicht finden, bekommt ihr auch keine neuen Karten. Zwar wird so die Spieldauer künstlich in die Länge gezogen, weil ihr euch wahrscheinlich ewig damit aufhaltet, den Schatz doch noch zu finden, es sorgt allerdings für unnötigen Frust.
Irgendwann endet euer Piratenleben, denn ihr altert in Sid Meier's Pirates!. Sobald ihr euch zur Ruhe gesetzt habt, erfahrt ihr, was aus euch und euren Reichtümern geworden ist, ihr könnt eine von 19 verschiedenen Stellungen innerhalb einer Stadt einnehmen, wobei die Palette vom Taschendieb bis hin zum Gouverneur reicht. Wieviel Gold habt ihr angehäuft und wie ist euer Ruf bei den verschiedenen Nationen? Verbringt ihr euren Lebensabend eher einsam oder im Kreise eurer Familie? Schaut euch die Höhepunkte eurer Karriere an und lasst eurer Leben als Pirat an euch vorüberziehen. Die Sequenzen, die euch diese Höhepunkte vermitteln, sind gut gemacht und entsprechen auch wirklich den Tatsachen, sie zeigen euch also beispielsweise wirklich in der Kleidung, die ihr zu diesem Zeitpunkt getragen habt usw.. Hier werden eben nur die schönen Zeiten aufbereitet, die negativen Seiten, wie etwa die umständlichen und teilweise fehlerhaften Menüs tauchen in diesen Clips nicht auf. Fehlerhafte Menüs deshalb, weil es öfter vorkam, dass gekaufte Schatzkarten nicht korrekt angezeigt wurden.
Nun habe ich ja angegeben, dass Sid Meier's Pirates! von ein bis zwei Spielern gespielt werden darf, allerdings ist die Rolle des Mitspielers auf ein Minimum beschränkt worden. Dieser darf lediglich bei einigen Aktionen des Hauptprotagonisten helfen, er greift als Papagei bei Duellen den Gegner an, trimmt die Segel und stellt sie in Windrichtung, feuert die Musketen bei Bombardements ab oder spielt bei den Tanzszenen die zweite Geige, da er als Musiker des Gouverneurs fungiert. Hier hätte man sich auf jeden Fall mehr Möglichkeiten erhofft, wie etwa das Steuern eines eigenen Schiffes innerhalb der Flotte oder mehr Handlungsmöglichkeiten bei den verschiedenen Minispielen. So hat man eher den Eindruck, als hätte man verzweifelt nach Möglichkeiten gesucht, einen zweiten Spieler einzubeziehen, egal wie. Auch steuerungstechnisch hat der zweite Spieler nur begrenzte Möglichkeiten, er wird hauptsächlich ebenso stur Knöpfe drücken wie der erste Spieler. Bedenkt man, dass die Wii gerade wegen ihrer bewegungsintensiven Steuerung so interessant ist, fragt man sich, warum diese hier so eingeschränkt ist.