| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Im Jahre 2018 ist es der Menschheit gelungen, eine Vielzahl ehemals unheilbar geglaubter Krankheiten zu besiegen. Krebs, AIDS und TFTA sind so gut wie ausgestorben. Doch auch heute noch werden Menschen krank und noch immer sorgen Ärzte dafür, dass es ihnen besser geht. So wie in der Küstenstadt Angeles Bay...
Hier hat ein junger Mann namens Derek Stiles gerade seine Assistenzzeit am Hope-Klinikum abgeschlossen und bereitet sich auf seinen Berufseintritt als Chirurg vor. Stiles war auf der Universität nicht der Beste, doch er bestand alle seine Kurse und bewies ein tiefes Verständnis der menschlichen Physiologie. Er hat sich am Hope-Klinikum viele Freunde gemacht und sein bisheriger Dienst hat seinen Eifer, ein hervorragender Chirurg zu werden, über alle Maßen beflügelt.
Zur selben Zeit: Dr. Naomi Weaver steht kurz vor Abschluss ihres ersten Jahres als Austausch-Chirurgin am amerikanischen St. Francis Hospital. Schon während ihrer Kindheit im japanischen Okinawa war es ihr größtes Lebensziel, einmal anderen Menschen das Leben zu retten. Mittlerweile hat sie sich solch überragende Fertigkeiten angeeignet, dass es einem geradezu unerklärlich vorkommen kann, wie ihr Krankenhaus in Japan sie hat gehen lassen können.
Bald schon wird sich diese junge Generation von Ärzten einer ebenso neuen Bedrohung gegenübersehen: Gerüchte vom Ausbruch einer nie da gewesenen, furchtbaren Krankheit häufen sich und bald schon wird deutlich, dass die letzte Hoffnung der Menschheit in den Händen von Caduceus International liegt, einer quasi-verdeckten Organisation mit dem Auftrag, vermeindlich „unheilbare“ Krankheiten zu erforschen und zu eliminieren.
Wie aber sollen sie eine Krankheit besiegen, für die nicht einmal eine Behandlung bekannt ist?
Soweit der Prolog des Spiels Trauma Center: Second Opinion, in dem ihr fortan verschiedenste Operationen durchführen werdet und euch mit den Protagonisten Derek Stiles und Naomi Weaver auseinandersetzt. Es warten aber noch einige andere Charaktere auf euch, wie beispielsweise die Krankenschwester Angie Thompson oder der Chefarzt Greg Kasal, sowie einige Patienten, die an diversen Krankheiten leiden und behandelt werden wollen.
Beim Spielbeginn habt ihr die Möglichkeit, ein neues Spiel zu beginnen, ein gespeichertes Spiel fortzusetzen und verschiedene Optionen zu ändern. Dazu gehört z.B. auch das praktische automatische Sichern, welches euren Spielfortschritt nach jeder Episode speichert.
Bei einem neuen Spiel dürft ihr dann noch einschätzen, wie gut ihr euch als zukünftiger Arzt wohl macht, denn es stehen drei Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Ihr könnt euch zwischen leicht, mittel und schwer entscheiden, wobei gerade der schwere Schwierigkeitsgrad eher für versierte Operationskünstler zu empfehlen ist.
Der Spielaufbau ist überschaubar und leicht nachvollziehbar. Ihr führt chirurgische Eingriffe durch und treibt so die Handlung voran. Anhand einer Episodenauswahl könnt ihr die jeweils nachfolgende Episode beginnen oder auch noch einmal zu einer bereits gespielten Episode zurückkehren, um die dort erlangte Punktzahl zu verbessern. So kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er zu der Art Spieler gehört, die ein Spiel möglichst rasch durchgespielt haben wollen oder ob er eher ein Spieler mit einer gesunden Portion Perfektionismus ist, der jeden Eingriff zur vollsten Zufriedenheit meistern will. Ihr bewegt euch automatisch auf einer Umgebungskarte, wobei zahlreiche Orte besucht und Dialoge geführt werden. Vor den Eingriffen gibt es dann noch die Operationsbesprechungen, bei denen ihr wirklich gut aufpassen solltet, um eine Episode erfolgreich abschließen zu können.
Das Operieren selber ist eine äußerst nervenaufreibende Sache, bei der ihr euch zumindest das Grundlagenwissen gut aneignen solltet. Dazu gehören die Vitalwerte, die den Gesundheitszustand des Patienten widerspiegeln, das Zeitlimit, welches euch zur Verfügung steht oder auch die Instrumente, die euch zur Verfügung stehen. Des weiteren solltet ihr stets eure Punkte, den Patienten und Schalen sowie weitere Hilfsmittel im Auge behalten, damit es am Ende nicht heisst: „Operation gelungen – Patient tot“. Hört auch auf Ratschläge, die euch während der Operation gegeben werden. Auf Wunsch können diese schneller abgespult werden, beispielsweise wenn ihr eine Operation schon öfter durchgeführt habt und mit den Abläufen vertraut seid. Praktisch ist, dass sich euer Assistent auch meldet, wenn ihr einen Fehler macht, dann ist allerdings größte Aufmerksamkeit geboten, damit die OP auch ein gutes Ende nimmt.
Für das richtige Operieren eurer Patienten erhaltet ihr dann Punkte, wobei sich der Zustand des Patienten während einer Operation ständig ändert und ihr demzufolge immer auf eure Bewertungen achten solltet. Bei einem Fehler kann eine Aktion wiederholt werden, ist alles ok, kann der Eingriff fortgeführt werden. Die bewertbaren Aktionen splitten sich dabei in eine Skala von ideal, gut und schlecht auf. Trauma Center: Second Opinion bietet sogar ein Combo-System, bei dem die Punkte besonders schnell steigen, wenn ihr erfolgreiche Aktionen fehlerfrei hintereinander ausführt. Begeht ihr dann jedoch einen einzigen Fehler, endet eure Combo, es sollte also euer Bestreben sein, so wenig Fehler wie möglich zu machen.
Wurde eine Operation erfolgreich abgeschlossen, erscheint ein Ergebnisbildschirm, erst dann schreitet die Handlung weiter voran. Ein missglückter Eingriff beendet das Spiel vorzeitig, als Chirurg hat man nun mal nur eine Chance. Auf besagtem Ergebnisbildschirm werden Dinge wie Vitalbonus, Zeitbonus und Spezialbonus angezeigt, die zu den bis dahin verdienten Punkten hinzugezählt werden. Ihr erhaltet einen Operationsrang und euer Highscore wird in der Episodenauswahl angezeigt. Bewältigte Operationen können jederzeit wieder bestritten werden, um einen höheren Highscore zu erzielen, Übung macht bekanntlich den Meister und mit der Zeit werdet ihr zu einem renommierten Chirurgen.
Das Spiel endet, wenn das Zeitlimit einer Operation abgelaufen ist oder wenn die Vitalwerte des Patienten auf 0 sinken.
Während der Operationen stehen euch zahlreiche medizinische Instrumente zur Verfügung, wobei ihr euch mit der Funktionsweise und dem Einsatzgebiet jedes Instruments aufs Genaueste vertraut machen solltet. So gibt es z.B. antibiotisches Gel, Skalpell, Drain, Forceps, Laser oder Defibrillator. In Notfällen kann es auch durchaus mal vorkommen, dass ihr die Instrumente auf recht unkonventionelle Arten einsetzen müsst. Aber keine Sorge: Ihr habt nicht nur euren Assistenten mit seinen hilfreichen Ratschlägen zur Seite stehen, sondern könnt auch jederzeit in einen niedrigeren Schwierigkeitsgrad wechseln, falls die Situation doch mal zu brenzlig wird.
Lobenswert ist, dass das Handbuch zu Trauma Center: Second Opinion einige wichtige Übersichten bietet, die euch das Chirurgenleben bedeutend einfacher machen. So gibt es eine Aufstellung der essentiellen Arbeitsmaterialien eines Chirurgen inkl. ihrer Hauptanwendungsbereiche sowie ein terminologisches Kompendium, in dem wichtige medizinische Begriffe wie z.B. Aneurysmus, Peritonitis oder auch Zyanose erklärt sind. Als Spieler hat man nun mal nicht unbedingt ein abgeschlossenes Medizinstudium hinter sich und wäre folglich ohne solche Hilfsmittel ganz schön aufgeschmissen. Zwar geht das Spiel davon aus, dass ihr mit den im Kompendium gesammelten Fachbegriffen bereits vertraut seid und das solltet ihr nach der Lektüre auch einigermassen ein, die Erklärungen sollen aber laut Handbuch auch nur als Erklärungshilfe dienen, wenn ihr Patienten außerhalb des Instituts medizinische Zusammenhänge vermitteln müsst.
Einer der interessantesten Punkte bei solch einem Spiel dürfte wohl die Steuerung sein, gerade auf einer Konsole wie der Wii. Sie erfolgt mithilfe der Wii-Fernbedienung mit angeschlossenem Nunchuk. Dabei solltet ihr die Fernbedienung mit eurer dominanten Hand halten, da ihr teilweise recht komplexe Operationen ausführt, die eine sichere Hand voraussetzen. Mit dem Nunchuk wird das einzusetzende Instrument gewählt und auch der Schwierigkeitsgrad kann mit wenigen Handgriffen eingestellt werden. Die Wii-Fernbedienung bietet den medizinischen Zeiger, dient der Bestätigung von Menüauswahlen und mit ihrer Hilfe kann das Spiel pausiert werden.
Alles in allem ist die Steuerung zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, überzeugt dann aber durch ihre Einfachheit. Und mal ganz ehrlich: Es wurde schließlich noch keiner mit dem Skalpell in der Hand geboren.
Sehr wichtig bei solch einem Spiel ist auch die Grafik, die ja die perfekte Operationsatmosphäre vermitteln sollte. Grundsätzlich präsentiert sie sich hier in einem netten Manga-Stil mit ansprechenden und abwechslungsreichen Charakteren. Die Organe und Wunden wurden überzeugend umgesetzt, es ist durchaus auch Blut vorhanden. Allerdings muss man anmerken, dass ihr nicht mit wirklich schrecklichen Bildern konfrontiert werdet, die euch das Blut in den Adern gefrieren oder euch dieses aus dem Gesicht weichen lassen, immerhin ist Trauma Center: Second Opinion mit einer Jugendfreigabe von 12+ versehen worden. Dennoch sind die Operationen alle realitätsnah und vermitteln einen guten Einblick darüber, wie es in einem Operationssaal so vor sich geht. Alle wichtigen Anzeigen sind gut und schnell erkennbar und auch die Instrumente sind als solche zu erkennen.
Der Sound ist absolut blutdruckfördernd und es ist nicht gerade leicht, eine ruhige Hand zu behalten, wenn während einer Operation die verschiedenen Anzeigen piepen und tuten, der Assistent stetig gute Ratschläge gibt und dann noch das Zeitlimit tickt.
Der Schwierigkeitsgrad steigt übrigens steil an und es kann durchaus des öfteren vorkommen, dass ihr verschiedene Episoden mehrmals angehen müsst, aber wer geht schon davon aus, dass ein Chirurg es immer kinderleicht hat? Ausserdem bietet das Spiel ja drei Schwierigkeitsgrade an und so könnt ihr eu