| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Ägypten, das Land der Pharaonen, Sphinxen und jahrhundertealter Geschichte – doch war da nicht noch was? Alte Götter, mysteriöse Schmuckstücke und Todesflüche? Stimmt und das Ägypten, in welches Sie bei „Ankh“ eintauchen, hat noch einiges mehr zu bieten.
Werfen wir zuerst einen Blick auf die Story des Spiels:
Ägypten. Vor langer Zeit. Der junge Assil hat ein Problem. Er hat zuviel gefeiert und wurde mit einem Fluch belegt. Dabei wollte Assil nur einen lustigen Abend mit seinen Freunden verbringen – er hat sich Zugang zu einer neuen Pyramide verschafft, ein rauschendes Fest gefeiert und ist prompt bei den Göttern in Ungnade gefallen. Nun lastet ein Fluch auf ihm und er muss sehen, wie er den wieder loswird.
Wie Sie sich sicherlich schon gedacht haben, schlüpfen Sie in die Rolle von Assil, um ihm bei diesem Unterfangen zu helfen. Doch nicht nur Assil obliegt Ihrer Verantwortung, im Laufe des Spiels stößt noch eine weitere Person hinzu, die durch Sie gesteuert werden kann. An manchen Stellen des Spiels muss dann gut überlegt werden, welche der beiden Figuren Ihnen zum Weiterkommen verhilft.
Um den Fluch loszuwerden, muss Assil seine Umgebung genau erkunden und verschiedene Schauplätze besuchen. Dabei sollte er wirklich mit allen Personen reden, die er auf dem Bazar, bei einer wirklich nicht den historischen Vorgaben entsprechenden Sphinx-Statue, im alten Gizeh mit moderner Kamelwaschanlage und an einigen anderen Schauplätzen trifft. Die Dialoge sind durchweg witzig und per Multiple Choice können Sie die gewünschten Antworten auswählen.
Bei „Ankh“ handelt es sich ja um ein Adventure und eine wichtige Rolle spielen demnach auch die Rätsel, die zu lösen sind. Während des Spiels lassen sich per Tastendruck die Ziele eines jeden Kapitels aufrufen. Schaffen Sie es nicht, manche Ziele in einem Kapitel zu bewältigen, so werden diese ins nächste Kapitel übernommen.
Die Rätsel sind einsteigerfreundlich, sie werden zwar im Laufe des Spiels schwieriger, doch mit ein wenig Knobelei sind sie recht schnell gemeistert. Die Devise ist eigentlich, dass Sie alles einsammeln sollten, was Ihnen unter die virtuellen Finger kommt und die eingesammelten Sachen dann miteinander kombinieren.
Grafisch präsentiert sich „Ankh“ wie ein bunter Comic, allerdings wirkt die Umgebung keinesfalls kitschig oder grell. Die verschiedenen Umgebungen wurden sehr gut in Szene gesetzt, wobei ab und an eine Kamerafahrt für zusätzliche Bewegung sorgt. Bei Gesprächen wechselt die Kamera zwischen den Dialogpartnern hin und her und auch auf Eigenheiten wie z.B. die verschwommene Sicht unter Wasser wurde geachtet. Dennoch gibt es einige wenige Minuspunkte, so stimmt teilweise die Berechnung von Licht und Schatten nicht ganz oder Assil läuft nicht korrekt auf den vorgegebenen Pfaden. Auch die Lippenbewegungen sind nicht immer ganz synchron, andere Animationen sind aber gelungen und auch kleine Tänzchen sind gut umgesetzt.
Kommen wir zum Futter für die Ohren. „Ankh“ bietet durchweg deutsche Sprachausgabe, wobei so bedeutende Sprecher wie die Synchronstimmen von Ben Stiller oder Rene Zellweger zum Zuge kommen. John Cleese hat sogar mehrere Sprechrollen übernommen. Das Ganze wird von orientalisch angehauchter Musik untermalt, die prima zum Spielgeschehen passt und den Flair des alten, humorvollen Ägypten unterstreicht. Denn man darf nicht erwarten, dass einem ein historisch korrektes Ägypten präsentiert wird, so manches wird mit einem recht skurrilen Humor durcheinandergeworfen. Soundeffekte sind ebenfalls vorhanden und passen sich dem Spielgeschehen gut an.
Zuletzt wäre da noch die Steuerung, schließlich müssen Sie Assil ja irgendwie durch das Abenteuer leiten und ihm bei der Fluchbewältigung helfen. Dies geschieht in guter Point&Click-Manier, es ist sogar möglich, Assil zum Rennen zu bewegen. Schwachpunkte gibt es allerdings auch, so ist es oftmals der Fall, dass Assil die falsche Richtung einschlägt oder dass aufgrund von Kameraschwenks die Laufrichtung nicht genau definiert werden kann. Oftmals stehen sich Assil und Thara (die andere steuerbare Figur) auch einfach gegenseitig im Weg und dann ist schon etwas Rangiererei gefragt. Alles in allem kann die Steuerung aber durchaus überzeugen und sollte keinem bei der Lösung im Wege stehen.
Eine Besonderheit bei „Ankh“ ist es sicherlich, dass Sie lange Laufwege abkürzen können. Sind Sie z.B. in der Wüste unterwegs, so reicht ein einfacher Mausklick auf ein Symbol, um schnell wieder in zivilisiertere Gebiete vorzudringen. Über Sinn oder Unsinn solch einer Funktion lässt sich streiten, denn – zumindest meiner Meinung nach – sind lange Laufwege adventuretypisch und gehören einfach dazu.