| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Wer sich ein wenig mit Sportarten - genauer gesagt mit Wintersportarten - beschäftigt, dem wid "Biathlon" ein Begriff sein. Diese Disziplin besteht aus einer Mischung aus Langlauf und Schießen. Alle paar Kilometer kommen die Sportler an Schießstände, an denen sie schnellstmöglich fünf Scheiben treffen müssen/sollten. Schaffen sie dieses nicht, müssen Strafrunden absolviert werden. Wer nun am schnellsten das Ziel erreicht, gewinnt.
Diese Sportart soll nun von "Biathlon 2003" auf den PC umgesetzt werden. Wer sich ein wenig bei den Computergames auskennt wird wissen, dass im Vorjahr ein Vorgänger auf den Markt kam (Biathlon 2002). Dieser war eher eine Katastrophe als ein Computergame. Hoffen wir also nun, dass im Nachfolger alles besser wird...
Zu Beginn sucht sich der geneigte Spieler seinen Biathleten aus und verteilt einige Eigenschaftswerte, um dessen Attribute wie z.B. Schießtechnik zu verbessern. Ist dies geschehen, können Sie zwischen drei Spielmodi auswählen: Training, Weltmeisterschaft und Weltcup.
Im Training können Sie sich mit der Steuerung vertraut machen, bzw. ist es normalerweise dazu gedacht, aber zur Steuerung später mehr...
In den Weltcuprennen müssen SIe sich auf 10 verschiedenen Parcours beweisen, die alle unterschiedlich gestaltet sind. Ziel hierbei ist es, die meisten Weltcuppunkte zu sammeln, um nach den 10 Strecken als Sieger da zu stehen. Nach jeder Disziplin bekommt der derzeit Führende das gelbe Trikot, ähnlich wie es in anderen Sportarten der Fall ist. Der Spielmodus der Weltmeisterschaft dürfte jedem klar sein.
Grafisch kann "Biathlon 2003" nicht überzeugen, zwar sehen die Sportler recht "nett" aus, aber die grafische Darstellung erinnert eher an Games, die vor 4-5 Jahren auf den Markt kamen und so lange wird die Entwicklung dieses Titels kaum gedauert haben. Dem grafischen Schwachpunkt passen sich die Animationen bestens an. Diese wirken sehr abgehackt, und erinnern eher an kränkelnde Sportler, aber keinesfalls an Topathleten. Auch die Landschaftstexturen können nicht vom Hocker reißen, hier wartet triste Einheitskost auf den Spieler, die zudem meistens noch durch Nebelschwaden verdeckt ist. Die Zuschauer, die am Streckenrand postiert wurden, sind hingestellte Pappkameraden, die allesamt keine Animationen verabreicht bekommen haben.
Naja, kann das Game grafisch schon nicht überzeugen, so kommt der Sound noch schlechter daher. Die Programmierer haben es geschafft, nur einen einzigen Hintergrundsoundtrack ins Game einzubringen. Dieser ist zudem noch dermaßen mieser Technosound, dass auch auf den einen Track besser hätte verzichtet werden sollen. Einen Vorteil hat das Game soundmäßig aber doch noch: Kommt man das erste mal zum Schießstand, hört die Hintergrundmusik einfach auf und... sie bleibt auch aus :-). Mehr als die Schußgeräusche und einige Geräusche des Sportlers kann man von nun an nicht mehr erwarten. Wer schon einmal eine Biathlonübertragung live oder im Fernsehen gesehen hat, der weiß, dass an den Strecken immer eine gewaltige Stimmung ist - im Game ist davon leider absolut nichts zu hören.
Kommen wir zu Steuerung, vielleicht ist diese ja besser gelungen als die optische und akustische Präsentation !?
Wer sich das kleine Handbuch durchliest, wird ein wenig verwirrt dreinschauen, denn die Erklärung der einzelnen Steuerfunktionen ist hier sehr umständlich zu Papier gebracht worden. Mit einer Taste wird der Kraftbalken gesteuert, den Sportler steuert man (oder versucht es) mit der Maus. Klickt man die linke Maustaste, so kann man die Richtung festlegen, in die der Sportler sich bewegen soll, nach nochmaligen Linksklick führt er dann die Bewegung aus. Da durch diese Steuerung keine schnellen Aktionen möglich sind, findet man seinen Sportler öfters auf dem Boden als auf seinen Skiern. Man klickt in einer Kurve auf der Maustaste rum, versucht dabei noch mit der Maus die Richtung zu bestimmen und schon ist die Kurve vorbei und der Biathlet krabbelt auf dem Boden rum. Super, denn die CPU-Gegner laufen wie die Götter und man hat demnach schon nach 2-3 Stürzen keine Chance mehr auf die vorderen Ränge.
Fazit:
"Biathon 2003" ist zwar besser als sein Vorgänger, aber das war nicht wirklich schwer. Man bekommt den Eindruck, dass die Programmierer sich sofort nach dem Vorgänger an den Nachfolger gesetzt haben und schon nach zwei Wochen fertig waren. Wer die ganz alten "Winter Games" von Epic kennt, der hatte in diesen eine bessere Biathlon-Variante als in diesem Game. Nicht einmal als "Zwischendurchspiel" kann "Biathlon 2003" bestehen, dazu sind Grafik, Sound und Steuerung schlicht und einfach zu schlecht umgesetzt worden. Bleibt zu hoffen, dass die Programmierer endlich was dazulernen und 2004 alles besser machen, oder aber direkt die Finger von dieser Sportart (oder von Computergames) lassen ! (sw)