Gleich zwei Spiele auf einmal gibt es mit "Bone Gold" zu kaufen, die liebenswürdige Abenteuer mit den Helden der Comics von Jeff Smith präsentieren: "Bone: Flucht aus Boneville" und "Bone: Das Große Kuhrennen". Schauen wir uns die beiden Titel doch mal genauer an ...
Nun ist nicht allen die Stadt Boneville ein Begriff und auch die Charaktere kennt wahrscheinlich nicht jeder. Nun, Boneville ist eine Stadt wie jede andere, es gibt Jahreszeiten, Nachbarn sind, wie Nachbarn eben sind, und das Leben geht ruhig seinen gewohnten Gang. Es passiert nicht viel Aufregendes, und wenn doch etwas geschieht, dann reagieren die Stadtbewohner darauf. Die wichtigsten Stadtbewohner sind in diesem Fall Fone Bone, Phoncible P. Bone (kurz genannt Phoney) und Smiley Bone.
Bei beiden Titeln handelt es sich um Point&Click-Adventures, die zugrunde liegenden Geschichten sind aber völlig unterschiedlich. In "Bone: Flucht aus Boneville" werden die drei Bones aus Boneville verjagt und das hat seine guten Gründe: Weil er ein krummes Geschäft zuviel gemacht hat, wird der schwerreiche Phoney Bone samt seinen Cousins Fone Bone und Smiley Bone aus Boneville verjagt. Auf der Flucht vor einem wilden Heuschreckenschwarm verlieren sich die ungleichen Freunde dann auch noch aus den Augen. Nun ist jeder der drei in einer riesigen, merkwürdigen Einöde auf sich allein gestellt. Einer nach dem anderen gelangen sie in ein geheimnisumwittertes Tal, das voller rätselhafter, Furcht einflößender und wunderbarer Kreaturen steckt. Und schon befinden sich Phoney, Fone und Smiley, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, auf der längsten und abenteuerlichsten Reise ihres Lebens!
Auch bei "Bone: Das Große Kuhrennen" ist Phoney wieder die treibende Kraft: Phoney Bone wittert mal wieder ein gutes Geschäft mit seiner geldgierigen Nase und setzt alles auf eine Karte. So verbreitet er das Gerücht, dass beim Kuhrennen eine Wunderkuh antreten soll – aber was verbirgt sich hinter diesem wundersamen Rindvieh wirklich?
Das alles interessiert Fone Bone überhaupt nicht – hat er doch nur Augen für seine Angebetete, die schöne Thorn.
Wie kann er ihr Herz erobern – irgendetwas muss ihm doch einfallen. Eventuell dichten? Das Chaos wäre aber nicht perfekt, wenn da nicht noch Smiley Bone wäre – der mit seinen ausgefallenen Ideen ein großes Durcheinander anrichtet.
So lasset das Rennen beginnen …
Bevor es dann richtig losgeht, erwartet Sie das Hauptmenü, in dem Sie vor verschiedene Möglichkeiten gestellt werden. Sie können ein neues Spiel beginnen, Ihren gegenwärtigen Spielstand abspeichern, ein gespeichertes Spiel laden, die Einstellungen abändern oder das Spiel wieder beenden. Die meisten Punkte dürften selbsterklärend sein, auf die Optionen werfen wir an dieser Stelle mal einen Blick. Denn dort lassen sich verschiedene Einstellungen ändern, wie z.B. die Musik-, SFX- und Dialoglautstärke, der Vollbildmodus, das Anti-Aliasing, die Grafik-Qualität, das Tutorial und die Untertitel. Zum Tutorial lässt sich noch sagen, dass es Sie während des Spiels mit hilfreichen Informationen zum Spielablauf versorgt.
Wie bereits erwähnt, sind die "Bone"-Spiele Point&Click-Adventures und so besteht die Hauptaufgabe darin, sich per Klicks durch die Spielwelt zu bewegen, mit Personen und Gegenständen zu interagieren und die Gegenden abzusuchen. Das Ganze ist dann noch mit einigen Rätseln und Minispielchen gespickt, so dass es eigentlich nie langweilig wird. Mal müssen Sie hinter einer Springgrille im richtigen Rhytmus über einen Fluss springen oder mit Tierkindern Verstecken spielen. Wichtig sind auch die Gespräche mit sämtlichen Charakteren, die Ihnen über den Weg laufen, denn dadurch erhalten Sie oftmals wichtige Hinweise.
Insgesamt sind die Rätsel leicht zu bewältigen, nur ab und an kommt es mal vor, dass nicht klar ersichtlich ist, wie es denn nun weitergeht oder das ein Rätsel mal knackiger ausfällt. Und selbst das ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn in der Regel will man ja schon etwas länger beschäftigt sein und solch ein Spiel nicht innerhalb weniger Stunden durchgespielt haben. Dazu muss leider noch gesagt werden, dass sowohl "Bone: Flucht aus Boneville" als auch "Bone: Das Große Kuhrennen" einen eher geringen Umfang haben und daher nicht so lange für Spaß sorgen, wie man es sich vielleicht von Adventures erhofft.
Für das Inventar ist Fone Bone zuständig, er schleppt stets einen Rucksack mit sich herum. Dieser Rucksack ist stets leicht zu erreichen und beherbergt alle Gegenstände, die die drei Bones während ihrer Abenteuer aufsammeln. Mit diesen Gegenständen können Sie dann interagieren und sich auch mehr Informationen zu ihnen einholen, Fone gibt bereitwillig Auskunft. Kombinationsrätsel innerhalb des Rucksacks gibt es nur wenige und diese sind recht schnell zu lösen.
Grafisch wurde versucht, die knuddeligen Charaktere aus den Comics in die Spiele zu integrieren, was im Großen und Ganzen auch recht gut gelungen ist. Zumindest, was Phoney, Fone und Smiley betrifft. Andere Charaktere, denen Sie im Laufe Ihrer Abenteuer begegnen, sind nicht so knuddelig anzuschauen und auch deren Animation lässt manchmal zu wünschen übrig. Auch manche Größenverhältnisse sind nicht so ganz stimmig. Die Umgebung der 3D-Welt wirkt etwas kantig und auch oftmals recht farbarm, da hätte sich mehr draus machen lassen. Dennoch kann man alles in allem durchaus noch von einer sympathischen Umgebung sprechen, die die Atmosphäre der Comics bestimmt gut wiederspiegelt. (Zugegebenermassen kenne ich die "Bone"-Comics nicht)
Kommen wir zur Steuerung, die wirklich einfach zu bewältigen ist. Sie bewegen die Maus über den Bildschirm und klicken, um sich vorwärts zu bewegen, mit Charakteren zu reden oder Gegenstände aufzunehmen und mit ihnen zu interagieren. Für jede mögliche Aktion gibt es spezielle Mauszeiger, ob zum Fortbewegen, zum Sprechen, Handeln oder auch Betrachten. Spezielle Maussymbole zeigen Sonderaktionen an. Für Inventar und Hinweisfunktion gibt es gut sichtbare Symbole, die sich schnell mit der Maus erreichen lassen. Von hier sind also keine Tücken zu erwarten.
Damit auch die Ohren nicht zu kurz kommen, wurden den drei Cousins aus der "Bone"-Familie die Stimmen bekannter deutscher Synchronsprecher gegeben. So ertönen beispielsweise die Stimmen von Homer Simpson (Norbert Gastell) oder Guybrush Threepwood aus "Monkey Island" (Norman Matt). Aber auch die anderen Charaktere wurden gut synchronisiert, insgesamt amüsieren alle mit ihren witzigen Dialogen, die vor trockenem Humor oftmals geradezu strotzen. Auch musikalisch kann "Bone Gold" überzeugen, lediglich die Soundeffekte sind rar gesät. Multiple Choice-Dialoge sorgen für viel Unterhaltung, auch wenn sie oftmals nicht den Spielablauf vorantreiben oder beeinflussen.
 Fazit / Kommentar |
"Bone Gold" hat schon einmal einen großen Vorteil: Sie bekommen zwei Spiele auf einmal. Für hartgesottene Adventure-Gamer wird allerdings auch mit diesen zwei Titeln zu wenig geboten, da der Umfang doch recht gering ist und wirklich knackige Rätsel nur selten vorkommen. Es handelt sich auf jeden Fall um zwei witzige und unterhaltsame Spiele, die zwar grafisch nicht unbedingt jemandem vom Hocker hauen können, sound- und steuerungstechnisch jedoch voll und ganz überzeugen. Fans der gleichnamigen Comics werden wahrscheinlich eh zugreifen, alle anderen Adventure-Neulinge können dies getrost auch machen. Tester: Daniela Steyer |
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 Wertung |
| Grafik: |
befriedigend |
| Sound: |
gut |
| Umfang: |
gut |
| Steuerung: |
sehr gut |
Spielspaß
76 %
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