| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Etwas mehr als 10 Jahre ist es nun her, dass die Command & Conquer-Reihe das Licht der Spielewelt erblickte. Schon damals konnte der Titel viele Spieler überzeugen und in seinen Bann ziehen und seitdem tobt die virtuelle Schlacht zwischen den beiden Fraktionen GDI und NOD. Nach vielen Folgeteilen der Serie - mancher gut, mancher weniger gut - versucht man nun, an den Erfolg der serie anzuknüpfen. Ob dies gelingt? Lesen Sie weiter!
Die Story
Im Jahr 2047 hat das Tiberium die gesamte Erde überzogen, die nun in Zonen, basierend auf dem Grad der Tiberium-Verseuchung, unterteilt ist. Blaue Zonen, die 20% der gesamten Erdoberfläche einnehmen, stellen die letzte Zuflucht der zivilisierten Welt dar. Teilweise bewohnbare gelbe Zonen nehmen 50% der Erdoberfläche ein. In diesen, vom Krieg gezeichneten und ökologisch verwüsteten Gebieten, lebt der Großteil der Bevölkerung. Die verbleibenden 30% des Planeten sind unbewohnbar - ein vom Tiberium geschaffenes Ödland, das von heftigen Ionenstürmen heimgesucht wird. Diese roten Zonen erinnern mehr an die Oberfläche eines fremden Planeten.
Der berüchtigte Kane ist zurückgekehrt, um die Bruderschaft von Nod anzuführen und einen gewaltigen globalen Angriff gegen die Global Defense Initiative zu starten. Es geht um die wenigen noch verbleibenden blauen Zonen auf der Erde, und nur du kannst ihn aufhalten. Das Schicksal der Menschheit - und des Planeten - liegt in deiner Hand.
Back to the rules...
Das Spiel gestartet und schon im Hauptmenü gelandet - wer auf ein Intro wartet, der wartet vergeblich. Aber dies ist nicht weiter schlimm, denn das eigentliche Intro wird im Spiel selbst präsentiert. Gleich nach Start der Kampagne/des Tutorials wird dem Spieler die Geschichte präsentiert, in der er sich befindet. Ich werde hier nicht viel mehr von der Story verraten, schließlich soll diese jeder im Spiel erleben.
Das Tutorial ist sehr übersichtlich und spätestens bei dessen Durchspielen fühlen sich "Alt-CCler" wie zu Hause. Das Grundprinzip und die Steuerung sind so, wie sie alte CC-Hasen gewohnt sind. Einige kleine Ändeurngen wurden vorgenommen, diese möchte man jedoch schon nach kurzer Spielzeit nicht mehr missen. Leider wurden auch bekannte Ungereimtheiten übernommen, die den ein oder anderen Spieler schon im ersten C&C-Teil zur Weißglut brachten.
So streiten sich auch heute noch zwei Tiberium-Sammler darum, wer als erstes in die Raffinerie zum Abladen darf und entscheiden sich dann dafür, beide davor stehen zu bleiben. Dies fällt meist erst dann auf, wenn die nötigen Credits plötzlich nicht mehr vorhanden sind. Auch die Wegfindung der Einheiten ist nach wie vor fragwürdig, denn kommen diese z.B. an einen Engpaß, verstreuen sie sich in alle Himmelsrichtungen, statt nacheinander diesen Engpaß zu passieren. Dies sorgt dann nicht selten dafür, dass der Feind vereinzelt herumlaufende Einheiten abfangen und beseitigen kann.
Tiberium, Fluch oder Segen?
Wie gewohnt gilt es auch in "Command & Conquer 3 Tiberium Wars", schnell eine funktionierende Basis und eine schlagkräftige Armee auf die Beine zu stellen. Am Anfang steht hier das Tiberium, welches in verschiedenen Farbabstufungen (je nach Map) verfügbar ist. Grünes Tiberium ist das normale, blaues z.B. hat einen höheren Wert. Um Tiberium abzubauen, werden Raffinierie und Sammler benötigt. Sobald dann das Geld fließt, kann sich der Spieler um den weiteren Aufbau seiner Basis kümmern. Produktionsgebäude für Einheiten, Aufwertungsgebäude, Kraftwerke etc. wollen gebaut werden, möchte man nicht zu schnell vom Gegner überrannt werden.
Hierbei gilt, sich sehr gut zu überlegen, welche Einheiten man bauen will, denn nicht jede ist gegen bestimmte Gegnereinheiten effektiv. So kann es schnell passieren, dass man mit 3-4 Einheiten ganze Armeen auslöschen kann, wenn man sich für die richtigen Typen entschieden hat. Es ist demnach nie verkehrt, eine gesunde Mischung auf die Beine zu stellen, um im Ernstfall für alles gerüstet zu sein.
Kampagne oder interaktiver Film?
Die Kampagne stellt das Herzstück des Spiels dar. Knapp 35 Missionen warten darauf, vom Spieler erfüllt zu werden. Hier ist es dem Spieler überlassen, entweder auf Seiten der GDI oder der NOD zu spielen. Da man die selbe Kampagne spielt, macht es eigentlich keinen Unterschied, für welche der beiden Seiten man sich entschieden hat. Zumindest von den Missionen her... Sehr wohl einen Unterschied machen hier die Zwischensequenzen aus, die zusammen ca. 90 Minuten Filmmaterial bieten. So gesehen bekommt man also mit der Kampagne gleich einen Film geliefert, dessen Story durch die einzelnen Missionen vorangetrieben wird. Hierfür wurden recht bekannte Schauspieler engagiert, jedoch darf man keine Top-Hollywood-Besetzung erwarten. Namen wie Tricia Helfer, Josh Holloway, Michael Ironside, Billy Dee Williams, Grace Park, Ivana Bozilovic und Shauntay Hinton werden dem ein oder anderen bekannt vorkommen, tauchen sie doch in Filmen und Serien wie Star Wars, Dr. House und Lost auf.
Die Kulissen der Filmszenen sind... nun ja... sagen wir, sie sind ausreichend für ein Computerspiel, erinnern jedoch das ein oder andere Mal an B-Movies. Alles in allem lockern die Szenen das Spielgeschehen jedoch auf und sorgen für die nötige Atmosphäre, die die Kampagne bietet.
Hat man mit der GDI- und mit der NOD-Fraktion jeweils den finalen Sieg errungen, schaltet man die dritte Kampagne frei, die erstmals die Alien-Rasse der Scrin in die Command & Conquer-Reihe bringt. Diese müssen nicht nur bekämpft werden, sie dürfen auch in einer eigenen Kampagne gespielt werden. Leider ist diese Kampagne sehr kurz ausgefallen, was jedoch vermuten läßt, dass ein eventuelles AddOn eine vollwertige Kampagne dieser Fraktion bieten wird.
Ansonsten steigt der Schwierigkeitsgrad innerhalb der Kampagnen langsam aber stetig an. Den Grund-Schwierigkeitsgrad kann man vor jeder Mission frei einstellen, was aber nicht heisst, dass die Missionen auf "normal" mal eben durchzuspielen sind. Absolivert man die ersten Missionen noch im Minutentakt, so verbringt man in späteren auch schon mal eine oder mehrere Stunden. Natürlich kann jederzeit gespeichert werden.
Multiplayer - was lange währt...
Nach dem Absolvieren der Kampagne muß das Spiel nicht in die Ecke gestellt werden, denn es wurde natürlich an das Multiplayer-Vergnügen gedacht. Via LAN oder Internet dürfen Spieler zum gegenseitigen Kräftemessen antreten. Leider kann man den Start des Online-Modus eher als "verkorkst" bezeichnen, denn viele Spieler konnten online nicht spielen. Nach Einloggen auf den C&C-Server crashte das Spiel schon nach wenigen Sekunden. Schon in den ersten Tagen erschienen mehrere Patches, die nach und nach die bestehenden Probleme lösen sollten, was nun scheinbar auch gelungen ist. Zwar muß auch weiterhin damit gerechnet werden, dass ein neuer Patch erscheint und damit die Online-Rankings wieder resettet werden, dies sollte aber dem Spielspaß nicht im Wege stehen. Online darf man entweder Ranglistenspiele bestreiten (auch z.B. 2vs2) oder aber nur "just for fun" gegen andere Spieler antreten. Diverse Rankings zeigen die Erfolge/Misserfolge der einzelnen Spieler auf. Auf den Servern ist quasi rund um die Uhr viel los, es spielt keine Rolle, ob man zur Primetime oder nachts um 4 Uhr spielen will, Gegner sind immer vorhanden.
Wer trotzdem lieber alleine spielen will, hat hierzu im Skirmish-Modus die Möglichkeit. Dank diverser Einstellungsmöglichkeiten kann man sich den Computergegner anpassen, wie es beliebt.
Grafik, Sound & Steuerung
Hier sei direkt gesagt, dass "Command & Conquer 3 Tiberium Wars" sehr genügsam ist, was die Hardware anbelangt. So lässt sich das Spiel selbst auf schwachen Rechnern noch gut und flüssig spielen, auch wenn man dann bei der Grafik einige Abstriche machen muß. Im Optionsmenü kann man diverse Einstellungen vornehmen und so das Game ideal an seinen Computer anpassen. Aktuelle Rechner mit guter Grafikkarte und ausreichend RAM werden natürlich durch optische Schmankerl belohnt. Wahre Effektfeuerwerke werden im Laufe eines Gefechts abgefeuert. Optisch ist der neue C&C-Teil im oberen Bereich der Echtzeitstrategiespiele anzusiedeln. Auch die Geräuschkulisse kann sich hören lassen. Effekte passen immer zu dem, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, Sprachausgabe ist jederzeit gut verständlich und die Hintergrundmusik sorgt für düstere Stimmung. Die deutsche Synchronisation der Filmsequenzen ist ebenfalls sehr gut gelungen.
Die Steuerung ist sehr leicht zu erlernen und dank diverser Reiter und Laschen kann man auf alle Gebäude- und Baufunktionen schnell zurückgreifen. Kleines Manko ist die Kameraperspektive, da man auch bei hoher Bildschirmauflösung nicht weit genug herauszoomen kann.