| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Hallöle zusammen!
Wer genau aufgepasst hat, kennt mich schon. Ich bin das Würmchen, welches ihr am oberen Rand dieser Seite bewundern könnt. Spot mein Name, einfach Spot, weder gerührt noch geschüttelt! Und ab sofort würmel ich nicht nur da rum, sondern werde mich nun auch zu Wort melden. Dies wird in ganz unregelmäßigen Abständen passieren, eben immer dann, wenn ich der Meinung bin, ich müßte meinen Würmersenf zu diversen Dingen abgeben...
Und dieser Meinung bin ich heute, denn ich habe mich für euch mal auf der Pressekonferenz von Microsoft auf der E3 rumgetrieben. Kann euch sagen, als Würmchen hat man es da nicht leicht, jede Menge große Leute, die durch die Gegend rennen, von Termin zu Termin hasten und kaum aufpassen, wohin sie treten. Quasi auf der Flucht vor den Füßen der anderen verschlug es mich auf die Microsoft-Pressekonferenz. Die Bühne in grünes Licht getaucht, da fühlte ich mich gleich wohl. Eben, grün, ich grün, Bühne grün - das kann nur gut sein, also beschloss ich, mal da zu bleiben.
Erst hieß es, dass auf dieser Bühne um 19 Uhr MEZ der Bär steppen sollte, aber das war wohl nichts. Denn erst um 19.32 Uhr ging es los, aber von einem steppenden Bären war nichts zu sehen. Kann gut sein, dass er sich geziert hat und sich deswegen auch alles verzögerte. Tja, hätte man mich mal gefragt, aber nein, sollte ja ein steppender Bär sein. Nun gut, kein Bär, dafür kam jemand auf die Bühne, der die Show eröffnete. Und dies dann auch gleich mit einem Knaller, denn "Call of Duty: Black Ops" wurde dem Publikum präsentiert. Erst ein actionreicher Trailer, dann Spielszenen und am Ende der kurzen Vorführung erwähnte Don Mattrick von Microsoft so nebenbei, dass man mit Activision einen Deal abgeschlossen habe. Dieser sorgt dafür, dass alle Map-Packs zu Call of Duty-Spielen zuerst auf der Xbox 360 erscheinen werden. Dieser Deal geht bis ins Jahr 2012, alle Call of Duty-Spieler auf anderen Plattformen werden also immer einige Wochen das Nachsehen haben, bis sie die Map-Packs downloaden können.
Schnittig ging die Show weiter, als Hideo Kojima auf die Bühne kam und "Metal Gear Solid: Rising" vorstellte. Das Thema "Schneiden" war auch wohl sein Lieblingsthema, denn er zeigte eindrucksvoll, was man alles mit einem großen Schwert zerschnibbeln konnte. Keine Angst, natürlich nur im Spiel, Waffen hatte er keine dabei. Vermutlich wird man bei der USK diesen Titel schon heiß erwarten, um ihn ganz schnell vom deutschen Markt zu verbannen.
Und wo wir gerade bei den Teufelsaustreibern der USK sind: Diese werden sich wohl auch den Titel vornehmen, der im Anschluß an MGS: Rising präsentiert wurde. "Gears of War 3" ist nämlich ebenso blutig, wie seine Vorgänger, wird es also sehr schwer haben, hierzulande zu erscheinen. Gameplay-Material wurde ebenso gezeigt, wie ein neuer Spielmodus angekündigt wurde. Was jedoch im "Beast-Modus" passieren wird, wurde nicht verraten. Passend zum Titel, aber nicht mehr zu mir, wurde die Bühne bei dieser Präsentation übrigens in blutrotes Ambiente getaucht.
Nicht blutrot, sondern glänzend ging es weiter, denn es kam ein Mensch ohne Haare auf die Bühne. Ah ja, Peter Molineux, den kennt man ja und kann ihn an der spartanischen Frisur auch immer leicht wieder erkennen... Aber er wollte nicht über neue Haarmode reden, sondern über "Fable 3" und zeigte hierzu einen kurzen Trailer. Wirklich kurz, denn gleich darauf folgten Gameplay-Szenen zu "Halo Reach", wobei es hierzu kaum Infos gab.
Dann kündigte man noch einen neuen Partner an, nämlich Crytek, die ein neues Spiel sehr kurz ankündigten. Ob dieser Titel exklusiv für die Xbox 360 erscheinen wird, kann ich leider nicht sagen, denn ich bin kein Voodoo-Würmchen und kann auch nicht hellsehen. Sprich, es wurden quasi keine Infos über den Titel preisgegeben!
Nun kam eine etwas längere Ankündigung, die jedoch wohl nur für den amerikanischen Raum interessant sein dürfte. ESPN wurde als Partner gewonnen und in Zukunft dürfen Xbox Live Gold-Mitglieder quasi alle US-Sportarten über Xbox Live anschauen. Hier stellt man sich zwangsläufig die Frage, ob es im europäischen Raum etwas ähnliches geben wird, immerhin zahlt man hier auch seine Beiträge, bekommt dafür dann aber wesentlich weniger geboten, als im Land der ölverseuchten Strände, öhm, ich meine als in den USA.
Ca. eine halbe Stunde war nun rum und es sollte das folgen, was bis vor kurzem noch unter dem Namen "Projekt Nadal" bekannt war. Dieses Projekt heißt ja nun nicht mehr Nadal und auch nicht mehr Projekt, sondern hört auf den Namen "Kinect". Spricht man dieses "Kinect" schnell aus, hört es sich an, als würde man einen Hustenanfall bekommen. Witzig auch, wenn man als Würmchen einen über den Durst getrunken hat, denn dann sollte man dieses Wort besser nicht mehr aussprechen. Und passend zum Namen sind auch die Titel einiger Spiele, die zum Kinect-Start erscheinen werden. Kinectimals, Kinect Adventures, Kinect Sports usw. warten auf den geneigten Spieler, der sich keine Nintendo Wii kaufen, und lieber seine Xbox 360 mit schlechter Grafik sehen will.
Kommen wir einmal zu "Kinectimals". So bescheuert wie der Titel, war auch die Präsentation des "Spiels". Ein kleines asiatisches Mädchen hüpfte auf die Bühne und auf der Videoleinwand war ein Tigerbaby zu sehen. Weise Eltern sagen nun zu ihrem Sprössling "Laß die Finger von dem Tiger, wenn der groß wird, frißt er Dich!". Aber Microsoft sieht das ganz anders. Drollige Kunststückchen kann man der gestreiften Miezekatze beibringen, man kann sie streicheln und tätscheln.
Wisst ihr, was ich dazu sage? Und entschuldigt bitte diese Aussprache, aber ich komme nicht drum rum:
Scheiße! Jawohl, absoluter Bullshit! Dieser "Heile Welt"-Dreck und dann noch mit nem Tigerbaby. Stellt die Xbox 360 mit Kinectimals doch mal Kindern im afrikanischen Busch hin, die dortigen Tiger freuen sich, wenn die Kinderchen zum Spielen kommen...
Mönsch Würmchen, dachte ich mir, sollen sie nen Tiger in einem Käfig reinschieben, das Kind reinschmeissen und dann sagen "Seht ihr, das passiert, wenn ihr das nicht mit Kinectimals spielt, sondern mit einem richtigen Tiger!". Ja, das wäre Action gewesen, aber nicht so ein "Hach, guck Dir das süße Kind mit dem süüüßen Tiger an, das ist ja soooo niedlich"-Dreck. Man bedenke nun, dass im Saal jede Menge Journalisten gesessen haben, also keineswegs die Zielgruppe dieses Tamagotchi-für-Xbox-Trashs.
Aber warum rege ich mich auf? Für so ein kleines Würmchen wie mich ist das sicher nicht gut. Und es kann ja kaum noch schlimmer kommen... so dachte ich mir. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Und so wurde dem Publikum, welches immer noch auf die Einlage mit dem echten Tiger wartete, "Kinect Adventures" präsentiert. Wäre hier jetzt Erde, ich würde mich drin vergraben, aber durch den Boden nahe der Bühne kam ich nicht durch.
Kennt ihr Hugo? Der kleine Kobold, der vor vielen Jahren auf Kabel 1 lief? Der, wo man anrufen konnte und dann immer "links", "rechts", "ducken" sagen mußte? Der, der in einer Lore durch eine Mine fuhr und Münzen einsammeln mußte? Ja? Den kennt ihr? Fein, dann kennt ihr schon einmal einen Teil von Kinect Adventures. Ja, echt, wennn ich es euch sage. Nur, dass kein Hugo in der Lore sitzt, sondern stinknormale Menschen. Laaangweilig sag ich da nur!
Ok, jetzt aber, aus diesem Kinect muß ja noch was rauszuholen sein, ausser dem Auswurf, den man beim Aussprechen des Namens hat. So folgte ein Spiel dem anderen. Ein Funracer, der ein totales und dazu schlechtes Mario-Kart-Plagiat darstellte. Gesteuert wird natürlich nur mit den Händen, zum Gas geben etwa streckt man einen Arm nach vorne. Macht das mal in Deutschland in der Öffentlichkeit, warten wir mal ab, wann ihr zusammen mit dem Verfassungsschutz spielen dürft...
Kinect Sports - eine tolle Mischung aus vielen Minisportarten: Bowling, Tischtennis usw... doch, ich sage Kinect Sports, nicht "Wii Sports", das war ja eine andere Konsole und das Spiel schon ein paar Jahre alt...
Man könnte nun denken, dass man bei der Konkurrenz nun genug geklaut hätte, aber es dürfen Sporttitel, die fast identisch zu WiiFit sind, nicht fehlen. Auch ein Tanzspiel (denn die sind ja noch sehr angesagt) wurde von einem lustig hüpfenden Microsoft-Mitarbeiter präsentiert. Er sagte noch, vor "Dance Central" hätte er nicht tanzen können - schön, nach dem Spiel kann er es aber immer noch nicht!
Alle bis dahin gezeigten Titel braucht man also nicht, wenn man a) entweder eine Wii hat, b) keine Spiele mit Einfachgrafik auf einer Next-Gen-Konsole möchte oder c) keine 20qm Platz hat, um solche Spiele nicht dazu zu nutzen, die Wohnungseinrichtung zu demolieren.
Zudem glänzten die Vorführungen damit, dass jeder merkte, dass die Bewegungen auf dem Bildschirm nicht synchron zu denen sind, die der Spieler macht. Es kam bei allen Spielen zu Verzögerungen, was natürlich gerade bei solchen Titeln nicht passieren darf.
Nach diesen Billigspielen für Kinect kamen dann jedoch noch zwei Titel, die vielleicht etwas werden könnten. Zum einen ein Star Wars-Titel, dessen Name noch nicht bekannt ist. So toll sah er nun jedoch auch nicht aus, man zerlegte per Lichtschwert jede Menge Sturmtruppler. Danach kam noch ein "Forza"-Ableger für Kinect, wobei man auch hier mit einem Luftlenkrad spielt und sicher nach einiger Zeit lahme Arme bekommt.
Alles in allem war die Kinect-Präsentation ein großer Flop und eventuell sollte man sich bei Microsoft überlegen, das ganze System noch ein Jahr zu überarbeiten? Wenn schon ein kleines Würmchen sowas sieht, dann wird das richtigen Zockern sicher noch schneller auffallen.
Nach der Kinect-Präsentation wollte Microsoft nun trumpfen und den geheimen Knüller enthüllen. So wurde die alte Xbox 360-Hülle nach oben gezogen und drunter stand... hmmm .... Wlan-fähig, schwarzes Slim-Gehäuse, 250 GB HD, richtig, es war eine PS3. Was? Ach nein, das ist die Xbox 360 Slim, die ab heute ausgeliefert wird. Zum gleichen Preis wie bisher die Elite. Aber ist das wirklich so ein Knüller? Kein Blu-ray-Laufwerk, nichts zu hören/sehen von 3D. Nur leiser ist sie, aber das ist nun nicht wirklich eine Leistung. Ein wenig schmaler, gut, aber hätte man sich nicht mehr erwartet?
So also ging die Microsoft-Pressekonferenz der E3 2010 zu Ende. Ich, auch wenn ich nur ein kleines Würmchen bin, welches ab und zu eine etwas große Klappe hat, bin enttäuscht von dem, was mir gezeigt wurde. Wenn ich nun noch bedenke, dass am Anfang gesagt wurde, dass 2010 das Jahr mit dem Besten für die Xbox 360 wird, frage ich mich, warum nicht auch "das Beste" gezeigt wurde.
Nun ja, warten wir mal, was da noch so kommt. Ihr lest bestimmt wieder einmal von mir, wenn ich wieder was zum Lästern finde. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir den ein oder anderen Kommentar da lasst, auch dann, wenn ihr nicht meiner Meinung seid :)
Liebe Grüße
Euer Spot(t)