Habe gerade die Zeit gefunden, um euch mal wieder etwas aus meinem Leben als Redaktionswürmchen zu erzählen (genau, das kleine grüne Würmchen, welches ihr auf der Seite finden könnt). Letzte Woche Dienstag stand ein Termin an, der nicht uninteressant klang. Daniela, Sven und erstmals auch Marcus waren zur Wii Party Party von Nintendo nach Köln eingeladen. Wer nun denkt, ich stottere, der irrt. Wii Party Party deswegen, weil es eine Party zum in Kürze erscheinenden Wii Party war.´
So saßen die drei GamezCheckler und ich, Spot das Redaktionswürmchen, also gegen 18 Uhr im Auto und fuhren nach Köln. Die Bahn war frei, wir kamen gut durch und so waren wir bereits nach etwa 30 Minuten am Ort des Geschehens - zumindest waren wir in der Nähe. Denn die nun folgende Parkplatzsuche sollte fast genau so viel Zeit kosten, wie die Fahrt nach Köln. Das kommt davon, wenn man die vorher von Nintendo erhaltene Anfahrtsbeschreibung nicht aufmerksam liest, denn eigentlich waren Parkplätze bei einem (dem Veranstaltungsort gegenüberliegenden) Rollerhändler für die Partygäste reserviert. So also kurvten die drei durch die umliegenden Strassen und lernten Köln kennen. In der dritten Runde hatte Marcus die Nase voll, hielt auf einem vermeintlichen Parkplatz und ging in den daran angrenzenden Kiosk, um zu fragen, ob es auch ein Parkplatz sei.
"Mir egal, parkst Du ruhig, nur wenn Stadt kommt, gibt Ärger", waren die Worte, die ihm der Kioskbesitzer mehrfach entgegnete. Das hieß in etwa so viel wie "Nein, das ist kein Parkplatz. Bleib halt stehen, macht mir nichts, aber wenn die kontrollieren, bekommst Du ein Knöllchen".
Nun gut, fuhren wir weiter, drehten Runde 3 zu Ende und entdeckten dann den Nintendomitarbeiter, der am Parkplatz des Rollerhändlers saß. Diesen gefragt, Parkplatz gezeigt bekommen und endlich angekommen. Ich will ja nichts sagen, aber ich habe mir ja vorher die Wegbeschreibung angeschaut. Aber mich fragt ja keiner, die Sucherei hätten sich die drei also sparen können...
So gingen wir also - ähm, halt, ich gehe nicht mehr selbst, ich lasse mich tragen, als Redaktionswürmchen steht mir das zu, ich saß in der Nintendo-Tasche, die Daniela dabei hatte - den Schildern nach zu der Wohnung, in der die Party steigen sollte. Richtig, in einer Wohnung, die für das Event ein wenig umstrukturiert wurde, heißt, es wurden genügend Wiis mit entsprechenden TV-Geräten aufgestellt. Durch diesen Ort kam natürlich gleich die richtige Wohnzimmeratmosphäre auf, die man auch im privaten Bereich beim Spielen haben wird, wenn man mit seinen Freunden die eigene Wii Party-Party veranstaltet. Neben den Spielstationen wurde natürlich auch ans leibliche Wohl gedacht. Marcus und Sven zischten sich direkt mal ein Bierchen, aber keine Sorge, mehr Alkohol gab es für die beiden nicht, da passte ich schon auf.
Nach kurzem Smalltalk mit Silja Gülicher und Harald Ebert von Nintendo Deutschland, schauten die drei erst einmal einigen anderen beim Spielen zu. Kurz darauf eröffnete Silja den Abend dann auch offiziell, erzählte kurz einiges zum Spiel Wii Party und verkündete, dass im Laufe des Abends ein kleines Turnier stattfinden würde. Hierzu bekam man bei der Anmeldung am Eingang ein kleines Zettelchen, welches man beim Spielen einsetzen konnte. Die vier mit den meisten Zettelchen kamen am Ende ins Finale. Man erspielte sich die Zettel der anderen, indem man gegen diese spielte und deren Zettelchen gewinnen konnte. Im Endeffekt aber nichts wildes, denn an diesem Abend ging es um das Spiel an sich und die heimische Atmosphäre, sowie den Smalltalk und das Partyfeeling an sich.
Silja schnappte sich also erst einmal drei mehr oder weniger Freiwillige, um einen Spielmodus zu erklären. Bei diesem braucht man vier Wiimotes (eine liegt übrigens dem Spiel bei) und genau so viele Spieler (wobei im Endeffekt auch mehr Leute teilnehmen könnten, wenn man sich dann in vier Teams aufteilt). Auf dem Bildschirm sind nun Tiere zu sehen, eines kommt nach vorne und man hört, welches Geräusch es macht (richtig, Tierstimmen, die Katze miaut also, der Frosch quakt usw.).
Aus den Wiimotes klingen nun alle möglichen Tierstimmen und aus einer halt die des Tieres, welches es zu finden gilt. Diese muß man sich schnappen (alle 4 Wiimotes liegen nebeneinander) und holt sich somit einen Punkt. Diesen teilt man seinem Mii zu und weiter geht es. Gerade in größerer Runde kommt es hier zu viel Spaß und absolutem Durcheinander.
In einem weitere Minispiel kann man "Verstecken" spielen. Das bedeutet, dass ein Spieler eine Wiimote versteckt, welche ab und an Geräusche abgibt. Diese Wiimote müssen die anderen Spieler nun finden. Besonders in geräumigen Wohnzimmern kann hier ebenfalls eine Menge Spaß aufkommen.
Somit war der Abend also eröffnet, das eigentliche Spielprinzip erklärt und die Spielstationen freigegeben. Daniela, Marcus und Sven futterten sich erst einmal eine Kleinigkeit und lümmelten sich dann auf eine Ledercouch an einer freien Wii. 13 Spielmodi stehen in Wii Party zur Verfügung, der Abend war noch jung und somit entschieden sich die drei dafür, die "Insel der Abenteuer" zu spielen. Diese Variante erinnert an "Mario Party", heißt, man ist auf einem virtuellen Brettspiel unterwegs, würfelt, absolviert Minispiele und sollte als Erster im Ziel ankommen. Sehr schön bei der Auswahl der Spielmodi ist, dass neben der nötigen Spieleranzahl auch die Zeit steht, die der Modus in etwa dauern wird. "Die Insel der Abenteuer" schlägt mit etwa 45 Minuten zu Buche, was aber kein Problem sein sollte. So starteten die drei also das Spiel, suchten sich passende Miis aus und legten los. Wie sich zeigen sollte, war Sven gut dabei und liess den beiden anderen keine Chance. Somit ging er am Ende als Sieger durchs Ziel und sackte dadurch die beiden Wettbewerbsmarken von Daniela und Marcus ein.
Gleich danach wurde ein weiterer Spielmodus getestet, nämlich das "Bingo". Hier bekommen alle Spieler virtuelle Bingokarten, auf denen Reihen mit Gesichtern von Miis sind. Wer als Erster eine Reihe voll bekommt, gewinnt. Die Miis kommen also in eine Trommel, zudem kommen Kugeln für Minispiele mit hinzu. Nach und nach werden nun Kugeln gezogen und auf den Karten abgehakt. Leider wurden bei dem Durchgang keine Minispiele gezogen, was aber reiner Zufall ist. Somit war die Runde aber recht schnell beendet und nach etwa 10 Minuten war Bingo erledigt.
Nach etwa einer Stunde Spielen hatten die drei sich schon einmal einen ersten Eindruck der insgesamt 13 Spielmodi machen können. Etwa 80 Minispiele sind integriert, von denen manche einige Minuten in Anspruch nehmen, andere nur wenige Sekunden. Bei "Insel der Abenteuer" kommen zudem auf dem Spielbrett noch diverse Dinge auf den Spieler zu, die ich hier aber nicht verraten möchte.
Die drei gingen erst einmal raus, wo sich Daniela und Marcus ein Zigarettchen genehmigten. Ich wurde in der Tasche mitgeschleppt und auch Sven stand dabei. Man unterhielt sich über das Spiel, bevor man in die Wohnung zurück ging. Dort schnappten sich die drei etwas zu essen und zu trinken und kurz danach stand schon das Finale des Wettbewerbs an. Und siehe da, Sven sollten seine drei Zettelchen reichen, die er gesammelt hatte. Somit stand er im Finale, in dem das Minispiel Lianenschwingen gespielt wurde. Mit der zweitbesten Weite war Sven recht zufrieden. Da es neben dem ersten Platz drei Zweitplatzierte gab, spielte es aber eh keine Rolle, ob er die zweitbeste Weite hatte oder nicht. Vielleicht hätte man mir den Controller geben sollen, dann wäre der "Fresskorb" für den Ersten wohl nicht bei gamepire.de gelandet...
Aber auch mit dem zweiten Platz und damit mit einem Kochbuch waren die drei GamezCheckler sehr zufrieden, hatten sie doch nicht einmal damit gerechnet, überhaupt im Finale zu stehen.
Zudem gab es noch zwei weitere "Gewinner" des Abends. Erst wurde der Pechvogel des Abends gekürt, nämlich Mesut von nintendomination.de, der eine Packung Trostpflaster mitnehmen durfte.
Vom wildmagazin.de gewann Celine den Titel als Spaßvogel des Abends und durfte eine Clownsnase und passende Brille aufsetzen, die ihr nicht schlecht standen *lach*
Weiter ging es mit netten Gesprächen, unter anderem mit Alexa Doerr von Popular PR GmbH, der Presseagentur, die u.a. für Nintendo Deutschland tätig ist. Auch Marco vom videospielplatz.de trafen die drei wieder (hier gab es ja schon auf der Gamescom nette Gespräche) und plauderten noch eine Weile.
Die Zeit verging, die ersten Gäste verliessen die Party und die drei GamezCheckler setzten sich nochmals an eine Konsole. Dort spielten sie die "Weltreise", die ca. eine Stunde dauern sollte. In diesem Modus muß man Erinnerungsfotos von Reisezielen machen und sich zudem ein Andenken kaufen. Die Ziele werden vorgegeben und durch Karten bewegt man sich über die Weltkugel. Auch hier verdient man in Minispielen Münzen, die man unter anderem zum Kauf der Souvenirs benötigt. Die drei spielten etwa 45 Minuten und beendeten die Runde nicht, da es schon recht spät wurde und die Rückfahrt nach Wuppertal wartete. Dort kamen sie gegen 0 Uhr an.
Die Wii Party Party machte Daniela, Marcus und Sven viel Spaß. Nette Gespräche und ein passendes Ambiente sorgten dafür, dass der Abend wie im Flug verging. Aber natürlich sorgten dafür auch die Spielrunden mit der Wii Party, die gespielt und bei denen zugeschaut wurde. Das Spiel ist übrigens bereits ab dem 8.Oktober 2010 erhältlich und der Ersteindruck, den die drei an diesem Abend sammeln konnten, war sehr positiv. Die Minispiele sind, bis auf wenige Ausnahmen, sehr unterhaltsam und der Titel bietet mit 13 Spielmodi einiges an Abwechslung für bis zu 4 Spieler. Dass solche Partyspiele für Solospieler nur bedingt geeignet sind, muß hier wohl kaum erklärt werden.
Obwohl ich den ganzen Abend in einer Tasche rumgeschleppt wurde (die drei sagten mir, wenn ich es wage, rauszukommen... lassen wir das, das verstößt quasi gegen die würmschen Konventionen...), bekam auch ich eine Menge mit. Unter anderem die Einladung, die für den 19. Oktober ansteht, wenn ebenfalls in Köln das neue Professor Layton für den Nintendo DS und der Professor Layton-Film präsentiert werden. Aber dazu dann nach dem Termin mehr.
Ich verabschiede mich dann mal wieder, setze mich in meinen Redaktionswürmchen-Chefsessel und schaue später mal nach den Dreien, denn ich höre Rufe aus dem Keller, vielleicht sind Daniela, Marcus und Sven nach einer Woche dort wieder vernünftig geworden und drohen mir nicht wieder...
So long
Euer Spot


