| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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Er ist ein knallharter Kämpfer und ein wahrer Profi im Umgang mit Schwert und Handfeuerwaffen. Als draufgängerischer Outsider schlägt sich Tony Redgrave durch die Unterwelt. Eines Tages taucht der mysteriöse Schwertkämpfer Gilver auf und von diesem Zeitpunkt an ändert sich Tonys Leben schlagartig. Kreaturen der Finsternis greifen ihn an, eine unheimliche Begebenheit folgt der nächsten und das ist nur der Anfang ...
In einer Welt voller Dunkelheit und Verzweiflung wird Tony immer weiter in die Enge getrieben, von Mächten, deren Absichten mehr als rätselhaft sind - und tödlich. Das Tor zur Hölle wurde weit aufgestossen ...
... und ihr seid mittendrin in der offiziellen Vorgeschichte zu Devil May Cry.
Das Buch erschien in der ersten Auflage im August 2006, genauer gesagt am 16.08.2006 im Panini-Verlag und umfasst 352 Seiten. Die Anschaffungskosten liegen bei 9.95 €, gleich zwei ISBN-Nummern stehen dazu zur Verfügung, nämlich die ISBN-10: 3-8332-1409-0 und die ISBN-13: 978-3-8332-1409-7. Geschrieben wurde der Roman von Shinya Goikeda, zu dem ich leider keinerlei Informationen gefunden habe.
Am Anfang von Devil May Cry 1 - Der Ursprung sind mehrere bunte Illustrationen zu finden, die Szenen aus dem Buch sowie zwei der Charaktere zeigen, weiterhin findet sich ein Inhaltsverzeichnis, aus dem ihr ersehen könnt, das der Roman aus insgesamt vier Teilen besteht, einem Epilog und Erläuterungen von Hideki Kamiya, dem Direktor/Produzenten von Devil May Cry. Im Buch sind dann noch einige Schwarz/Weiss-Illustrationen zu finden, auf denen Szenen des Romans dargestellt sind. Die einzelnen Teile sind jeweils noch in Kapitel unterteilt. Die Schriftgrösse ist angenehm und sorgt für einen guten Lesefluß.
Es kommen eine Menge Charaktere vor, die sich allesamt in einer namenlosen Stadt tummeln, genauer gesagt in der Unterwelt dieser Stadt. Jedoch sind nicht alle wichtig und damit erwähnenswert, da sie oftmals nur recht kurze Auftritte haben. Die wichtigsten Personen sind Tony Redgrave, ein Allrounder, der sich mit kriminellen Aufträgen seinen Lebensunterhalt verdient; Grew, ebenfalls ein Allrounder und lange Zeit Tonys Partner; Neil Goldstein, eine Büchsenmacherin, deren Verbindung zu Tony nicht ganz klar ist und natürlich Gilver, der Schwertkämpfer, dessen 'Markenzeichen' sein komplett bandagiertes Gesicht ist. Wichtige Orte gibt es auch kaum, eigentlich wird nur Bobbys Keller namentlich erwähnt, in dem sich die Allrounder der Unterwelt ihre Aufträge holen.
Der Storyaufbau erfolgt recht zügig, ihr werdet direkt in das Leben von Tony hineingezogen, der sich mit kriminellen Aufträgen sein Geld verdient und sich dadurch auch einige Feinde in der Unterwelt der namenlosen Stadt macht. Bis zum ersten Auftreten von Gilver vergeht einige Zeit, in der ihr die anderen Charaktere wie Grew, Neil oder auch Enzo, Tonys Vermittler, kennenlernt. Enzo ist dann auch derjenige, der Gilver das erste Mal in Bobbys Keller mitbringt, wo es zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Tony und Gilver kommt. Dieses verläuft recht schlagkräftig und ausgeglichen, erst nachdem sich der Wirt der Kneipe einmischt, endet die Begegnung mit einem Sieg für Tony. Kurz danach erfolgt Tonys erste Begegnung mit den geheimnisvollen Schattenwesen. Dabei wird immer das Wort 'Dante' von diesen gemurmelt.
Nach einem Zwischenfall muss Tony untertauchen, eine zweite Begegnung mit Gilver verläuft kurz und ereignislos. Auch die nächte Begenung mit den Schattenwesen, die sich als Dämonen entpuppen, steht kurz darauf an und es kommt zu einem Kampf. Tony siegt und auf einmal ist auch Gilver am Schauplatz des Gemetzels. Tony schließt Freundschaft mit dem bandagierten Schwertkämpfer und arbeitet fortan gemeinsam mit ihm. Es vergeht einige Zeit, in der ausser dem Verschwinden von Grew nichts außergewöhnliches passiert. Doch die Ruhe täuscht, denn die Dämonen tauchen plötzlich wieder auf. Doch woher sie kommen und was sie wollen, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Auch Gilvers Rolle in der ganzen Sache wird vorerst nicht aufgeklärt. Was hat er mit Tony vor und was hat es mit dem geflüsterten Wort 'Dante' auf sich? Diese Dinge werden euch nur offenbart, wenn ihr Drvil May Cry 1 - Der Ursprung selber zur Hand nehmt und lest.
Der Schreibstil des Romans ist flüssig, teilweise recht brutal aber auch amüsant, denn Tony hat so manchen flotten sarkastischen Spruch auf den Lippen. Rechtschreibfehler sind nur sehr wenig zu finden, die Übersetung ins Deutsche durch Ai Aoki ist demnach gut gelungen. Die Illustrationen des Buches stammen von Slurow Miwa, sie sind gut gezeichnet und vermitteln ein gutes Bild der Charaktere. Insgesamt ist Devil May Cry 1 - Der Ursprung also ein spannender und interessanter Roman, der nicht nur Fans des gleichnamigen Videospiels ansprechen dürfte. Ich z.B. mochte das Videospiel nicht besonders, der Roman hat mich dagegen sehr gefesselt und ich hatte ihn nach kurzer Zeit ausgelesen. Ich kann ihn also durchaus empfehlen. Es gibt übrigens auch noch einen zweiten Band, Devil May Cry 2 - Dantes Rückkehr, der ebenfalls im Panini-Verlag erschienen ist.
Eine Leseprobe will ich euch natürlich auch hier nicht vorenthalten, wobei ich wieder eine Stelle ausgewählt habe, die sich am Anfang des Romans befindet, um ja nichts wichtiges preiszugeben. Viel Spaß beim Lesen und vielleicht weckt diese Probe ja eure Neugier auf's Buch:
Die lebende Leiche war in kürzester Zeit nur noch ein Klumpen von blutigem Fleisch. Pro Sekunde war sie von mehr als vierig Kugeln getroffen worden. Und nur Tony bemerkte, wie die Seele dieses finsteren Wesens emporstieg, während sein Leib sich auflöste.
Grinsend steckte Tony die stark erhitzten Waffen in sein Pistolenhalfter zurück.
"Hey ... hinter dir! Tony! Hinter dir!", schrie Grew aufgeregt und Tony wirbelte herum.
Noch mehr lebende Leichen hatten sich erhoben und starrten ihn aus ausdruckslosen, dunklen Augenhöhlen an, in denen hellrote Lichter schimmerten.
"Gut! Na, dann kommt her!", rief Tony und winkte provokativ mit der Hand. Was er sah, strafte den gesunden Menschenverstand Lügen, und Grew verlor fast den Verstand dabei. Im Gegensatz zu ihm schien Tony völlig gelassen - oder nein, tatsächlich lag in dem Blick, den er auf die Untoten richtete, ein gefährliches Flackern. Er verspürte eine Mordlust wie nie zuvor.
"Los! Kommt nur! Ich schicke euch alle in die Hölle zurück!"
Tony zog sein Schwert und stieß es vor sich in die Erde. Die Hände mit den beiden Pistolen kreuzte er vor der Brust. Dann huschte ein diabolisches Lächeln über sein Gesicht. Tonys Pose war perfekt, als würde er sich für ein Fotoshooting in Szene setzen. Für ein Bild, wie es der Maler der Hölle mit Blut und Menschenfleisch malen würde. Ein furchtbares Gemälde, und doch seltsam schön. Dann begann der Allrounder mit dem silbernen Haar einen wahren Totentanz - einen blutigen Reigen mit den lebenden Leichen ...