Das Buch besteht laut Inhaltsverzeichnis aus einem Prolog, vier Teilen, einem Epilog und dem Nachwort des Autors. Dabei treffen Dante und Beryl nicht direkt zu Beginn des Romans aufeinander, sie ist zwar seine Auftraggeberin, doch der Kontakt erfolgte telefonisch. Durch die unfreiwillige Hilfe von Enzo treffen die beiden dann aufeinander und bei dieser Gelegenheit erfahren Dante und Enzo auch von den 'Dämonenköpfen', einer kleinen Statue. Aus unerfindlichen Gründen lehnt Beryl zunächst jede weitere Hilfe Dantes ab und ihre Wege trennen sich vorerst.
Besagte Statue taucht unterdessen bei Ratten-Dukas auf. Dieser nimmt sie an sich, verschweigt dies jedoch seinem Boss Chen gegenüber. Natürlich weiss dieser jedoch von der Statue, lässt sich aber nichts anmerken und ordnet eine Überwachung Dukas' an. Wie es mit Ratten-Gukas weitergeht, werde ich jedoch nicht verraten, da ansonsten zuviel von der Geschichte verraten werden würde.
Dante und Beryl treffen nach einiger Zeit wieder aufeinander und schließen sich zusammen. Beryl braucht Dantes Hilfe, um die Statue zu finden. Die Suche nach den 'Dämonenköpfen' gestaltet sich jedoch als sehr schwierig, da es so scheint, als ob noch jemand an ihr interessiert ist, der im Hintergrund die Fäden des Schicksals in der Hand hält. Letztendlich kommt es zu einem Kampf mit der Reinkarnation der 'Dämonenköpfe', einem riesigen dreiköpfigen Hundewesen. Dante und Beryl siegen, doch damit ist das Ganze beileibe nicht ausgestanden. Die beiden landen in einer Art Zwischenwelt, sie wissen weder, was sie dort erwartet noch wo sie sich genau befinden.
Die 'Dämonenköpfe' spielen auch in dieser Parallelwelt eine große Rolle und Dante erfährt nebenher auch noch einiges aus seiner Vergangenheit. Doch um was es letztendlich geht, müsst ihr schon selber nachlesen, denn mehr kann ich euch nicht verraten, da ich sonst zuviel von der Spannung und dem endgültigen Ausgang des Romans preisgeben würde.
Devil May Cry 2 - Dantes Rückkehr spielt in der gleichen namenlosen Stadt wie auch schon der erste Band. Immerhin kann man sich anhand der Information, dass Chen ein Yakuza-Boss ist, ableiten, dass es sich wohl um eine japanische Stadt handelt, da die Yakuza ja in Japan verbreitet ist. Es handelt sich bei der Geschichte übrigens nur um eine Side-Story zu den Spielen Devil May Cry und Devil May Cry 2, es werden keine Spielereignisse beschrieben. Dies trifft auch auf den ersten Band Devil May Cry 1 - Der Ursprung zu. Dieser zweite Band ist wesentlich brutaler und actionreicher als der erste Band, wird dadurch aber auch packender und spannender. Viele Ereignisse kommen völlig überraschend und verändern den Lauf der Geschichte. Dantes Waffen haben in diesem Band sogar Namen, sein Schwert Rebellion und die beiden Pistolen Ebony und Ivory werden viel stärker hervorgehoben, als dass noch im ersten Band der Fall war.
Ihr müsst keineswegs die gleichnamigen Videospiele gespielt haben, um der Story des Buches folgen zu können, was sehr positiv ist. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Action-Lektüre und Horror und wird euch sicherlich sehr schnell in seinen Bann ziehen, auch wenn ihr noch nie mit der Videospielfigur Dante etwas zu tun hattet. Ich kann Devil May Cry 2 - Dantes Rückkehr durchaus empfehlen und hoffe, dass ihr genauso viel Freude am Lesen dieses Romans haben werdet, wie ich ihn hatte. Um eure Neugier eventuell noch etwas anzufachen, habe ich dem Buch natürlich wieder eine Leseprobe entnommen:
"Oooooooowoouuuh!"
Als der Dämon erkannte, dass seine Situation aussichtslos geworden war, griff er mit dem Mut der Verzweiflung an, obwohl er damit sein Leben aus Spiel setzte. Was blieb ihm anderes übrig? Er konzentrierte den winzigen Rest seiner Magie auf seine abgebrochenen Klauen, um eine letzte Attacke zu starten. Wäre Dante ein Soldat gewesen, hätte er vielleicht den Heldenmut dieses Dämonen bewundert. Doch Dante was kein Soldat, er war Devil-Hunter.
"Kein schlechter Versuch, abedr trotzdem sinnlos!" murmelte Dante kalt und ließ sein geliebtes Schwert Rebellion im Mondlicht aufblitzen. Das Schwert war riesig, so groß, dass selbst ein äußerst kräftiger Mann es nur mit viel Mühe schwingen konnte. Doch Dante ließ die Klinge kreisen und Rebellion durchschnitt die Luft mit einer Kraft, die alles, wirklich alles spielend entzweischlagen konnte. Mit unbestreitbarer Eleganz fuhr die Schneide in den Leib des Dämonen und schlitzte ihn über die komplette Vorderseite hinweg auf.
(...) Sollte das Wesen bereits zu geschwächt für eine Antwort sein?
"Du machst es dir nicht eben leichter, wenn du den Schüchternen spielst", blaffte Dante das sterbende Dämonenwesen an, "Ich bin kein großer Fan von Folterspielchen, aber wenn es nicht anders geht, kann ich mich sicher überwinden."
Der Dämon blickte direkt in Dantes Gesicht und sah das freundliche, aber eiskalte Lächeln darin. Ein Schaudern brandete tief in seinem Innern auf und ließ ihn ahnen, warum Dantes Spitzname Devil May Cry lautete.



