Das Buch hat, wie auch schon die anderen Bände zuvor, einen Prolog, einen Epilog und ein Nachwort mit Anmerkungen der Autorin. Die Kapitelanzahl beschränkt sich beim Finale der Trilogie auf vier, nämlich Kapitel 11 – 14. Im Nachwort findet ihr übrigens noch einen Hinweis darauf, dass vielleicht weitere Bände aus der Final Fantasy XI-Welt erscheinen, denn dort heisst es:
„Nun, was als nächstes ansteht: Wie ich gehört habe, soll es eine kleine Reise mit Al & Iris werden. Also, du kannst dich schon darauf freuen!“
Al & Iris waren übrigens die Helden der ersten drei Final Fantasy XI-Bände, über die ich ja auch berichtet habe.
Ihr startet mitten im Tempel von Uggalepih, wo Doug und seine Bündniskameraden einer großen Schar von Tonberrys gegenüber stehen. Doch es kommt nicht zu einem Kampf, denn plötzlich taucht Guavas Ziehvater auf und die Tonberrys geben sich friedlich.
Auch der Drachenstamm ist aktiv und plant einen Überfall auf Kazham, um die Stimmgabel des Feuers zu rauben.
Das Bündnis findet den Rest der Expeditionstruppe und es kommt heraus, dass einer der Tonberrys ein Gelehrter ist. Von Zilart, Kristallen und der Kristalllinie ist die Rede und der Turm von Delkfutt auf der Insel Qufim scheint eine größere Rolle zu spielen.
Nach einigen weiteren Erläuterungen des Tonberry-Gelehrten Katakomberry ist Doug und seinem Bündnis die bevorstehende Aufgabe klar: Sie müssen den Albtraum von Zilart verhindern und Vana'diel vor dem Untergang bewahren!
Die Dunkeldrachen überfallen währenddessen Kazham, um die Stimmgabel des Feuers zu stehlen. Panik und Chaos erwarten Doug und seine Gefährten, als sie ins Dorf zurück kehren. Während der Kampfhandlungen gibt es ein unerwartetes Ereignis: Doug trifft seine Mutter, Miriam.
Das Ziel des Drachenstammes ist es, den Weg zum Feuerkristall im Kessel von Ifrit zu öffnen und dazu brauchen sie die geraubte Stimmgabel des Feuers. Warum der Kristall so wichtig ist, müsst ihr schon selber nachlesen. Jedenfalls existieren noch weitere Stimmgabeln und mit einer von diesen müssen Doug und seine Freunde wohl ebenfalls zum Juhtunga-Vulkan in den Kessel von Ifrit reisen.
Sowohl zum Turm von Delkfutt als auch zu anderen Orten der Kristalllinie werden Abenteurergruppen geschickt, denen sich auch Miriam anschliesst. Das Bündnis von Doug bleibt auf Elshimo und bricht zu seinem letzten Abenteuer auf. Von diesem Abenteuer werdet ihr jedoch nur Näheres erfahren, wenn ihr das Buch selbst lest. Wer wird in diesem Kampf siegreich sein, die Dunkeldrachen oder die Völker Vana'diels? Findet es heraus!
Final Fantasy XI Online: Das Schwert des Wächters 3 ist von Anfang bis Ende spannend und bietet viele Spannungshöhepunkte. Der wieder sehr lebendige Schreibstil macht es euch leicht, so richtig in die Geschichte einzutauchen, viele amüsante oder traurige Momente erwarten euch. Erfreulicherweise sind nur einige wenige Rechtschreibfehler zu finden, die durchaus vertretbar sind und nicht störend wirken. Viel bekanntes aus der Final Fantasy-Welt ist zu finden, ob nun die Tonberrys, Petas Carbuncle oder auch Chocobos.
Es ist durchaus ratsam, die ersten beiden Bände der Wächter-Trilogie gelesen zu haben, da sich der dritte Band doch sehr darauf bezieht und dem Leser ein klein wenig Hintergrundwissen abverlangt. Aber eigentlich dürfte es auch logisch sein, dass man bei einer Trilogie nicht mit dem letzten Band anfängt, oder? :) Eine Empfehlung bekommt das Buch von mir auf jeden Fall, ich habe es innerhalb eines Tages ausgelesen und hoffe auf weitere Final Fantays XI-Romane von Miyabi Hasegawa.
Zu guter Letzt, bevor ich Vana'diel verlasse, möchte ich euch noch die gewohnte Leseprobe liefern, die ich wieder einmal dem Prolog des Buches entnommen habe:
Plötzlich entzündete sich eine kleine Flamme in der Finsternis. Eine Flamme, die kein Windstoß ausblasen konnte, da sie in einem glockenförmigen Glasgefäß brannte. Es war das Licht einer Laterne.
Kreisförmig breitete es sich aus und beleuchtete einen grünen Arm, der die Lampe hochhielt, und ein grünes Gesicht. Das Gesicht eines Beastman, der nur halb so groß war wie ein Hume. Ein Tonberry.
Ein weiteres Licht flammte auf. Und noch eins.
Zwei Tonberrys, die links und rechts neben dem Ersten standen, hatten ebenfalls ihre Laternen entfacht.
Der Lichtkreis vergrößerte sich, und die vollständige Gestalt des ersten Tonberrys wurde sichtbar. Ein glatter, komplett haarloser und verhältnismäßig großer Kopf spiegelte sich im Lichtschein. Zwei gelbe, kleine Augenkugeln, die nebeneinander mitten im Gesicht saßen, glänzten jetzt gespenstisch. Darunter befand sich ein Mund, kaum breiter als eine horizontal gezogene Linie.
Der mittlere Tonberry und die zwei anderen, die noch halb im Schatten kauerten, glichen sich vollkommen. Sowohl im Aussehen als auch in der Haltung ähnelten sie sich wie ein Ei dem anderen.
Sie waren in schmuddelige, braune Fetzen gehüllt. Auf grünen, mit zwei Krallen bewehrten Füßen standen sie wie festgewachsen auf dem weißen Steinboden.
Plötzlich flackerten unzählige Lichter auf.
Schmenehaft tauchten die Gestalten der Tonberrys aus der Dunkelheit auf – ordentlich in zwei, nein, in drei Reihen aufgestellt.
Alle sahen gleich aus. Gleiche Kleidung, gleiche Haltung.
Alle trugen sie eine Laterne in der Rechten und jees Hohcho genannte Messer in der Linken. In dieser Haltung begannen sie, alle auf einmal zu grinsen.
Dann gingen die Lichter aus. (...)



