| Am 24. April 2012 erscheint Prototype 2. Prototype 2, die Fortsetzung zu Radical Entertainments spektakulärem Open-World-Spiel aus dem Jahre 2009, entfacht das ungeschlagene Adrenalin-Feuerwerk des Vorläufers erneut und lässt Spieler zur ultimativen Waffe werden. Als der neu infizierte Protagonist, Sgt. James Heller, schlägt der Spieler in beispielloser Bewegungsfreiheit eine Schneise der Verwüstung durch das postapokalyptische New York Zero (kurz: NYZ), wobei er ein überwältigendes genetisches Arsenal an tödlichen, biologischen Waffen ansammelt. Sein Ziel ist einfach aber klar: Mit allen Mitteln den Menschen zu finden und auszuschalten, der für Alles die Verantwortung trägt: Alex... Mercer!
Prototype 2 - Das Review
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SpellForce dürfte vielen ein Begriff sein, wenn auch eher wegen des durchaus erfolgreichen PC-Games. Wer nun aber mehr über die offizielle Vorgeschichte wissen möchte, sollte sich mit dem „Shaikan Zyklus“ befassen, dessen erster Teil hier vorgestellt wird.
Dieser erste Teil „SpellForce – Shaikan Zyklus – Buch 1: Windflüsterer“ erschien erstmals 2006 und ist zu einem Preis von 9,95 € käuflich zu erwerben. Die ISBN-Nummer ist 3-8332-1324-8, geschrieben wurde es von Uschi Zietsch. Auf der Panini-Seite sind einige Infos zu diesem Buch verfügbar.
Uschi Zietsch, die Autorin, wurde 1961 in München geboren und schreibt vorwiegend Fantasy-Romane wie z.B. für „Das Schwarze Auge“ oder auch „Perry Rhodan“. Sie ist Besitzerin eines eigenen Verlags (Fabylon-Verlag), lebt im Allgäu und ist dort als Autorin zahlreicher Bücher tätig. Zu ihren Werken zählen beispielsweise „Hades“, „Der Drachenkönig“ oder auch „Der Alp“.
Kommen wir zum Inhalt des Buches, wobei ich Ihnen als Überblick die Zusammenfassung der Buchrückseite vorstellen möchte:
Man nennt sie Drachenblütige, Verräter oder die Gottlosen, aber jeder weiß ihren Schwertarm zu schätzen: Die Shaikan. Vor Urzeiten rettet der Bund mit einem Drachen den Vorfahren dieses sagenumwobenen Kriegergeschlechts vor dem Sturz ins Vergessen – doch dieser Eid hatte einen hohen Preis. Geächtet und fern der Heimat, erfährt der junge magiebegabte Goren durch einen Zufall von seiner Abstammung. Das Blut des Drachen brennt in seinen Adern – doch nicht nur das: Tief in seiner Seele verborgen lauert ein düsteres Geheimnis, das nur darauf wartet, sich Bahn zu brechen, um die Welt Eo ins Chaos zu stürzen.
Der Schläfer ist erwacht ...
Die 304 Seiten des Buches sind in 15 Kapitel, Prolog und Epilog unterteilt, wobei auch die einzelnen Kapitel jeweils noch aus verschiedenen Abschnitten bestehen. Direkt am Anfang des Buches findet sich eine gezeichnete Karte der Welt Eo, auf der wichtige Gegenden und Städte eingetragen sind, eine nette Idee, so kann man immer mal schauen, wo man sich gerade geographisch befindet. Am Ende des Buches findet sich dann auch noch ein Glossar, das sich in die Abschnitte „Wächter/Götter“ und „Renegaten (Böse Götter)“ unterteilt. Auch einige allgemeine Begriffserklärungen sind hier aufgelistet.
Im Prolog erfahren Sie etwas über Gorens Eltern Derata und Ruorim, welche beide in der Geschichte selber eine tragende Rolle spielen. Beginnend mit seiner Kindheit handelt die eigentliche Geschichte dann von Goren selber, seinem Heranwachsen, seiner Ausbildung und dem Beginn einer ungewissen Zukunft, die er jedoch nicht völlig alleine erleben wird. Da wären zum einen verschiedene Gefährten, die seinen Weg kreuzen, zum anderen wird er immer von Malacay begleitet, dem bösen Urahn in seiner Seele. Abschnitte, die diesen Teil der Geschichte betreffen, sind besonders vom Rest der Kapitel abgegrenzt.
„Der Windflüsterer“ ist übrigens Gorens Nachname bzw. sein Beiname, überhaupt wurden sehr viele solcher Beinamen verwendet, z.B. Goren Windflüsterer, Ruorim Schwarzbart, Weylin Mondauge usw.. Der Schreibstil vermittelt die Geschichte sehr gut, er ist phantasievoll, jedoch nie zu ausschweifend. Die Schriftgröße ist angenehm, Rechtschreibfehler sind nur ganz vereinzelt zu finden, fallen daher also nicht negativ ins Gewicht. Sie können somit der Geschichte von Goren und seinen Abenteuern gut folgen und werden in Ihrer Lesewut nicht beeinträchtigt.
Um Ihnen einen kleinen Einblick in das Buch zu geben, habe ich noch eine Leseprobe herausgesucht. Auf der Panini-Seite zum Buch ist keine lange Leseprobe zu finden, daher musste ich fleißig abtippen :-):
An seinem fünfzehnten Geburtstag stromerte Goren Vaterlos zum Wald Lyraines, an den die Stadt umgebenden Feldern vorbei, immer tiefer hinein in sonnenfleckiges Moos und Blätterrauschen. Er mied die Handelsstraße, auf der meistens lebhafter Verkehr von Pferde- und Ochsenkarren herrschte, die mit allen möglichen Waren beladen waren. Heute war Markttag, und da war immer besonders viel los. Entgegen Deratas Rat standen die Stadttore an diesem Tag weit offen und es gab keine besonderen Kontrollen.
„Wie soll ich diese Stadt ernähren, wenn ich sie von der übrigen Welt abriegle?“, hatte Darwin Silberhaar in Gorens Anwesenheit gefragt. „Ich trage die Verantwortung für das Volk. Wir haben ohnehin nur ein bescheidenes Auskommen, das nicht noch schlechter werden soll.“
Für Goren waren die geöffneten Tore von Vorteil, denn er konnte sich an solchen Tagen unbemerkt davonmachen; nur Goldpfeil konnte er nicht mitnehmen, der Hengst war zu auffällig. Das Pferd, mit dem er aufgewachsen war, ging inzwischen auf sein neunzehntes Jahr zu, aber es war nach wie vor feurig und unbesiegt, so unglaublich das auch erscheinen mochte. Obwohl Goren nun schon groß und schwer für sein Alter war, bereitete es dem Hengst keine Mühe, ihn zu tragen und dabei noch schnell wie der Wind zu sein.
„Das ist nicht ungewöhnlich“, erklärte Derata ihrem Sohn erst gestern. „Er entstammt einer ganz besonderen, sehr alten Zucht. Er wird sicher über dreißig Jahre alt. Und er wird dich dann immer noch geschwind über die Wiesen tragen können.“
„Aber er ist doch sein Pferd“, wandte Goren verlegen ein.
Die Summen, die für Goldpfeil geboten wurden, waren inzwischen unglaublich hoch; davon könnte man sich wahrscheinlich schon eine ganze Burg kaufen. Die Männer der Garde hatten ihre Hoffnung längst aufgegeben, jemals den ausgesetzten Goldadler zu erhalten. Wettrennen fanden nur noch zweimal im Jahr zur Sonnenwende statt, zusammen mit einem großen Markt und Feierlichkeiten zu Ehren der Wächter.
„Du wolltest ein Goldstück“, antwortete Derata. „Vor sechs Jahren hast du dich mehr danach gesehnt als jeder andere. Und du hast es in diesem Moment erhalten.“ Sie reichte Goren die Zügel. „Manchmal braucht man nur ein wenig Geduld, bis man belohnt wird, mein Sohn.“ Sie streichelte die Nase des Hengstes und ging.
Goren blickte ihr aufgewühlt hinterher. Er spürte einen dicken Kloß im Hals. Seine Mutter war älter geworden, wie er auch, aber dadurch noch schöner, und ihre Kraft war ungebrochen, ihr Schritt federnd, schnell und leise. Nach wie vor war sie überaus streng und forderte von Goren mehr als von jedem anderen. Doch an Tagen wie diesen wurde er überreich entlohnt für seine Anstrengungen, und damit wusste er, dass in ihrem Herzen immer noch weiche Gefühle schlummerten, die sie leider nur selten zeigte. So gerne hätte er gewusst, was in Derata vorging, aber er wagte es schon lange nicht mehr, Fragen zu stellen.
Einen Verbündeten hatte Goren in Darwin Silberhaar, der immer wieder behutsame Annäherungsversuche unternommen hatte, doch Derata liess sich nie erweichen. Sie schien nur für ihre Aufgabe als Hauptmann und für Gorens Erziehung zu leben. Zwischen Goren und Darwin bestand längst ein vertrautes Verhältnis, was den Jungen über seine frühere vaterlose Kindheit hinwegtröstete. Spott musste er schon lange keinen mehr erdulden; Zachury ging ihm seit dem Kampf damals aus dem Weg, und die anderen waren inzwischen kleiner und schwächer als er; außerdem wussten sie um seine bevorzugte Stellung bei dem Statthalter und wollten es sich nicht bei diesem verderben.
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und gerne erfahren möchte, was vor der obigen Leseprobe geschehen ist und was noch alles passieren wird, sollte sich „SpellForce – Shaikan Zyklus – Buch 1: Windflüsterer“ unbedingt zulegen, zumal es der Einstieg in die Trilogie rund um Goren Windflüsterer ist. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen und werde natürlich auch über „Buch 2: Erben der Finsternis“ berichten – sobald ich es gelesen habe versteht sich.